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Österreicher Franzobel wird 25. Stadtschreiber von Dresden

Dresden  

Österreicher Franzobel wird 25. Stadtschreiber von Dresden

17.10.2019, 14:56 Uhr | dpa

Österreicher Franzobel wird 25. Stadtschreiber von Dresden. Franzobel

Der österreichische Autor Franzobel. Foto: Arne Dedert/dpa (Quelle: dpa)

Der Österreicher Franzobel wird der 25. Stadtschreiber von Dresden. Die Jury habe ihre Wahl nach intensiver Diskussion über Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn und Frankreich getroffen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Am Ende habe man sich für den in Wien beheimateten Franzobel entschieden. Er ist der zweite Autor aus Österreich in diesem Amt und tritt es am 1. Juni 2020 an. Franzobel bekommt für sechs Monate ein Stipendium und darf mietfrei in Dresden wohnen.

Der 52 Jahre alte Künstler stammt aus Vöcklabrück in Oberösterreich. Zunächst war er als bildender Künstler tätig. Seit Anfang der 1990er Jahre machte er sich als Autor von Romanen, Dramen und Kinderbüchern einen Namen. "Sein Erfindungsreichtum und Sprachwitz verschafften ihm großen Erfolg bei der Literaturkritik wie beim Lesepublikum auch in Deutschland", hieß es. Er habe mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter 1995 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 1998 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

In Dresden will Franzobel über einen Mann schreiben, der zu DDR- Zeiten ein familiäres Doppelleben führt. "Die Parallelfamilie scheint mir eine schöne Metapher für das Leben in verschiedenen Wahrheiten zu sein, nicht nur für die DDR, auch für die Gegenwart", schrieb der Autor in seiner Bewerbung. Der Roman wolle erforschen, wie es möglich ist, dass "eine auf idealistischen Werten begründete Gesellschaft plötzlich Zäune und Mauern bauen muss, sich schließlich selbst bespitzelt und immer unmenschlicher und brutaler wird".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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