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Insolvenz von PIM Gold: Linke kritisiert Finanzaufsicht

Offenbach am Main  

Insolvenz von PIM Gold: Linke kritisiert Finanzaufsicht

17.10.2019, 15:28 Uhr | dpa

Insolvenz von PIM Gold: Linke kritisiert Finanzaufsicht. Goldbarren

Goldbarren (100 Gramm) liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/dpa (Quelle: dpa)

Im Anlegerskandal bei PIM Gold wirft die Linkspartei der Finanzaufsicht Bafin Versäumnisse vor. Die Bafin habe frühzeitig Kenntnis von Verbraucherbeschwerden bei dem südhessischen Goldhändler gehabt, aber bei dem inzwischen insolventen Anbieter nicht umfassend durchgegriffen.

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken, über die zuvor das "Handelsblatt" (Donnerstag) berichtete, schreibt das Bundesfinanzministerium: "Das damalige Geschäftsmodell war als reiner Kauf physischen Goldes ausgestaltet; diese Art von Dienstleistung steht nicht unter einem finanzaufsichtsrechtlichen Erlaubnisvorbehalt." Die Bafin habe "im Rahmen ihrer gesetzlichen Pflichten die zuständige Staatsanwaltschaft informiert".

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Jörg Cezanne forderte für die Bafin "eine personelle Aufrüstung im Bereich Produktintervention und Missstandsaufsicht". Die Behörde dürfe zudem ihr "durchaus robustes Mandat nicht selbst immer weiter runterspielen und infrage stellen".

Die Bafin selbst verteidigte sich: "Edelmetallkäufe, die keine Vermögensanlagen sind und auch kein erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft, liegen außerhalb des Kompetenzrahmens der Bafin", erklärte eine Sprecherin der Finanzaufsicht.

PIM Gold aus dem hessischen Heusenstamm hatte bei Anlegern über Jahre Gelder zum Kauf von Gold eingesammelt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug: Ein Teil des angeblich eingelagerten Goldes war wohl nie vorhanden. Infolge der Ermittlungen meldete die Firma Insolvenz an. Schätzungen zufolge könnten mindestens 10 000 Anleger betroffen sein, die Höhe des Gesamtschaden steht noch nicht fest.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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