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Fundstücke von Grabungen in früherem KZ werden untersucht

Weimar  

Fundstücke von Grabungen in früherem KZ werden untersucht

17.10.2019, 15:56 Uhr | dpa

Fundstücke von Grabungen in früherem KZ werden untersucht. Weiterer Stollen in Steinbruch von KZ Buchenwald entdeckt

Ausgrabungen im Steinbruch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. Foto: MDR/Holger John/MDR Exklusiv-Meldung/dpa (Quelle: dpa)

Bei Grabungen auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Buchenwald entdeckte Fundstücke sollen restauriert und analysiert werden. Das teilte die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Donnerstag in Weimar mit. Es handelt sich dabei um Waffen- und Munitionsfragmente, Eisengegenstände, Werkzeuge und Loren, die in den vergangenen Wochen in Hohlräumen eines Steinbruchs des ehemaligen Konzentrationslagers gefunden wurden. Experten gehen davon aus, dass diese als Luftschutzbunker angelegt wurden.

Hintergrund für die Grabungen waren MDR-Recherchen, nach denen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mehrere Stollen im Steinbruch des damaligen Konzentrationslagers bei Weimar angelegt wurden. Zwei solcher Stollen wurden nach der Befreiung des Konzentrationslagers durch die US-Armee bereits 1945 geöffnet und darin befindliches NS-Raubgut geborgen.

In den vergangenen zwei Wochen hoben Wissenschaftler nun die drei weiteren Hohlräume aus. Täglich sei wegen der Munitionsreste auch der Kampfmittelräumdienst im Einsatz gewesen, sagte ein Stiftungssprecher. Nun werde alles gesäubert, untersucht und vor dem Verfall geschützt, so der Sprecher.

Seit Jahren kursierende Gerüchte über NS-Raubgut, das in weiteren Stollen verborgen sein könnte, bekräftigen sich bei den Grabungen nicht. Nach den Ergebnissen der aktuellen Untersuchungen sei weiteren Spekulationen um unbekannte unterirdische Depots in Buchenwald die Grundlage entzogen, hieß es bei der Stiftung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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