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Vermisste: Statt Selbstmord im Watt Flucht nach Spanien?

Brunsbüttel  

Vermisste: Statt Selbstmord im Watt Flucht nach Spanien?

18.10.2019, 13:44 Uhr | dpa

Im Fall einer mit ihrem achtjährigen Sohn verschwundenen Frau deutet immer mehr auf ein gezieltes Absetzen wegen einer Haftstrafe hin. Die 41-Jährige habe laut einer Zeugenaussage zuvor angekündigt, ihre Haftstrafe wegen mehrerer Betrugsdelikte nicht anzutreten, teilte die Polizei am Freitag mit. Zunächst war nach dem Verschwinden von Mutter und Sohn von einem Selbstmord in der Elbmündung bei Brunsbüttel ausgegangen worden. Die Tochter hatte die Einsatzkräfte alarmiert. Daraufhin hatten Rettungskräfte eine großangelegte Suche im Watt gestartet.

Die Ermittler haben mittlerweile den Mann befragt, dem die Mutter in den vergangenen Wochen verschiedenen Hausrat verkauft haben soll. Dabei seien beide sich auch etwas näher gekommen.

"Sie erzählte weiter, sie werde ihr Lebensumfeld verlassen und habe vor, Familienangehörige in Spanien aufzusuchen", sagte Polizeisprecher Stefan Hinrichs. Sie habe angegeben, sich dafür einige große Koffer besorgt zu haben. Der Mann hatte sich am Donnerstag über der Heider Kriminalpolizei gemeldet.

Die Kripo aus dem Norden hat in dem Fall bereits Kontakt mit Interpol aufgenommen, um die spanischen Behörden zu informieren. "Ob die Frau tatsächlich nach Spanien gereist ist und um welche Gegend in Spanien es sich gegebenenfalls handelt ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen bleiben spannend", hieß es weiter.

Nach dem Verschwinden von Mutter und Sohn waren mehrere Hinweise bei der Polizei eingegangen, denen die Ermittler nachgehen. Bereits zuvor hatten sich Hinweise verdichtet, dass die Frau keinen Selbstmord in der Nordsee beging, sondern aus ihrem Lebensumfeld verschwinden wollte. Laut Polizei hatte sie ihr Konto und das ihres Sohnes leergeräumt, ihre kompletten Ausweispapiere dabei und den Wagen zuvor verkauft. Zudem hätte sie einen Tag nach ihrem Verschwinden eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen mehrerer Betrugsdelikte antreten müssen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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