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Hunde und Katzen in MV sollen Mikrochips bekommen

Schwerin  

Hunde und Katzen in MV sollen Mikrochips bekommen

18.10.2019, 17:35 Uhr | dpa

Besitzer von Hunden und Katzen in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig ihre Tiere mit einem Mikrochip ausstatten, damit diese identifizierbar sind. Anschließend sollen die Tiere in einer Datenbank registriert werden. So sollen das Aussetzen von Tieren und der illegale Welpenhandel eingedämmt werden. Der Landtag forderte die Regierung am Freitag mehrheitlich auf, bis Ende 2020 eine solche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht in Mecklenburg-Vorpommern einzuführen.

"Ich finde das gut", sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD). "Sollte ein Haustier entlaufen oder als Fundtier aufgegriffen werden, könnte es so schneller an seinen Besitzer zurückgegeben werden und müsste nicht in einem Tierheim sein Dasein fristen." Backhaus verwies in dem Zusammenhang auf die hohen Kosten der Tierheime für Fundtiere.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Elisabeth Aßmann sagte, die Kosten für das Einsetzen des Mikrochips beim Tierarzt hielten sich mit 30 bis 40 Euro in Grenzen. Allerdings müsse der Chip dann auch in einer Datenbank registriert werden, damit der Besitzer identifizierbar ist.

Der Linken-Abgeordnete Wolfgang Weiß verwies in dem Zusammenhang auf mögliche Datenschutz-Probleme, wenn der Halter eines Tieres im Internet identifizierbar ist. Der AfD-Abgeordnete Ralph Weber sprach sich gegen eine Pflicht zur Registrierung von Hunden und Katzen aus und schlug stattdessen Anreize für eine freiwillige Registrierung vor. Er sprach von 70 Euro für das "Chippen" beim Tierarzt. Backhaus räumte ein, dass die eine oder andere Frage der Umsetzung noch offen sei. Bundesweit gibt es bisher keine Pflicht. Mecklenburg-Vorpommern wäre demnach Vorreiter.

Nach Worten des Ministers ist bereits jetzt auf freiwilliger Basis eine Kennzeichnung von Hunden und Katzen möglich. Die Registrierung der Tiere könne kostenlos über verschiedene Portale im Internet vorgenommen werden, zum Beispiel Tasso e.V. oder Findefix.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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