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SEK nimmt nach Drohanrufen Verdächtigen fest

Porta Westfalica  

SEK nimmt nach Drohanrufen Verdächtigen fest

18.10.2019, 18:56 Uhr | dpa

SEK nimmt nach Drohanrufen Verdächtigen fest. SEK

Polizisten des SEK (Spezialeinsatzkommando). Foto: Sven Hoppe/Archiv (Quelle: dpa)

Nach Drohanrufen bei Polizeiwachen in Bayern hat ein Spezialeinsatzkommando (SEK) am Freitag im ostwestfälischen Porta Westfalica einen Verdächtigen zeitweise festgenommen. Der 37-Jährige steht laut Polizeimitteilung im Verdacht, am Donnerstagabend anonym bei zwei bayerischen Polizeidienststellen angerufen zu haben. Der Anrufer drohte demnach, er werde auf die Wache kommen und sich dort erschießen lassen - er sei im Besitz einer selbst gebauten Maschinenpistole. Der 37-Jährige wies die Vorwürfe zurück.

In den Polizeidienststellen Augsburg und Friedberg waren nach den Anrufen Polizeikräfte zusammengezogen worden, darunter auch SEK-Kräfte. Die Polizisten gingen davon aus, dass es zu einem Feuergefecht kommen könnte, wie ein Sprecher der Polizei Minden sagte.

Im Laufe der Nacht ergaben sich den Polizeiangaben zufolge eindeutige Hinweise auf die Anschrift in Porta Westfalica. Versuche der Polizei, mit dem Mann in Kontakt zu kommen, scheiterten. Schließlich drang das SEK am Freitagmorgen in die Wohnung des Mannes ein und nahm ihn zunächst fest.

"Der 37-Jährige bestreitet energisch die Vorwürfe, er sei der anonyme Anrufer gewesen", hieß es in einer Mitteilung der Polizei vom späten Nachmittag. Ein Zeuge habe zudem gesagt, dass er bis Mitternacht mit dem Mann zusammen gewesen sei und ihm keine Anrufe aufgefallen seien. Der 37-Jährige sollte daraufhin wieder frei kommen - die Ermittlungen seien aber nicht abgeschlossen.

In der Wohnung des Verdächtigen fanden die Beamten "rund 30 erlaubnisfreie Kurzwaffen samt der dazugehörigen Munition sowie einige Armbrüste und Blasrohre", hieß es. Auch seien Handys und Laptops, die nun ausgewertet würden, mitgenommen worden. "Zudem fanden die Beamten diverse verendete Tiere, wie eine Schlange, mehrere Skorpione und Spinnen", so die Polizei.

Bei dem Mann hatte es im August 2018 schon mal einen SEK-Einsatz gegeben: Damals habe es Hinweise gegeben, dass sich der Mann etwas antun wolle und Waffen habe, so die Polizei. "Später gab der heute 37-Jährige an, dass es sich bei den bei der Polizei eingegangenen Hinweisen um ein "Missverständnis" gehandelt hätte", so die Beamten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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