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Prozess um verweigerte Erlaubnis für Straußenfarm

Koblenz  

Prozess um verweigerte Erlaubnis für Straußenfarm

21.10.2019, 12:19 Uhr | dpa

Prozess um verweigerte Erlaubnis für Straußenfarm. Das Justizzentrum in Koblenz

Das Justizzentrum in Koblenz. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Prozess um flugunfähige Laufvögel: Ein Streit um eine verweigerte Erlaubnis für den Betrieb einer Straußenfarm landet zum zweiten Mal vor Gericht. In der ersten Instanz war der Kläger vor dem Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße gescheitert. An diesem Mittwoch (23.10.) klagt der Mann in der zweiten Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz auf die tierschutzrechtliche Erlaubnis für den Betrieb einer Straußenfarm im Kreis Kusel.

Der beklagte Landkreis argumentiert laut OVG, eine artgerechte Tierhaltung sei nicht gewährleistet. Die vom Kläger vorgesehenen Grundstücke seien für die großen Vögel zu steil und der Boden zu feucht. Es fehlten "jederzeit trockene Staubbadeplätze". Der Kreis Kusel berufe sich auf ein Gutachten des Bundesagrarministeriums und auf Empfehlungen des Europarats für die Haltung von Straußen.

Der Kläger ist laut OVG dagegen der Ansicht, die Voraussetzungen für eine artgerechte Straußenhaltung seien gegeben. Sein Anwalt war in den vergangenen Tagen nicht zu erreichen. Eine Entscheidung in dem Verfahren wird nach Auskunft eines OVG-Sprechers noch nicht in der mündlichen Verhandlung, sondern erst einige Wochen später erwartet.

Laut "artgerecht e.V. - Berufsverband Deutsche Straußenzucht" gibt es bundesweit wohl 300 bis 400 Halter der Laufvögel mit langem Hals, kräftigem Rumpf, hohen Beinen und schwarz-weißem bis graubraunem Gefieder. Die Zahl der professionellen größeren Straußenfarmen liege aber nur bei 10 bis 15 - darunter drei in Rheinland-Pfalz. Fleisch, Federn, Eier, Sehnen - all dies lasse sich von den ursprünglich aus Mittelasien stammenden Laufvögeln vermarkten. Hiesiger Winterfrost und Regen machen ihnen nach Angaben des Verbands nichts aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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