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Auch Grünen-Spitzenkandidat Adams im Wahlkampf bedroht

Nordhausen  

Auch Grünen-Spitzenkandidat Adams im Wahlkampf bedroht

21.10.2019, 13:01 Uhr | dpa

Auch Grünen-Spitzenkandidat Adams im Wahlkampf bedroht. Dirk Adams

Dirk Adams spricht im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/zb/dpa (Quelle: dpa)

Auch der Spitzenkandidat der Grünen, Dirk Adams, ist im Thüringer Landtagswahlkampf bedroht worden. Die Drohung sei am vergangenen Freitag per E-Mail in seinem Wahlkreisbüro in Nordhausen eingegangen, sagte Adams am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er habe sie an das Landeskriminalamt weitergeleitet. Das Landeskriminalamt war für Auskünfte zunächst nicht erreichbar. Am Wochenende hatte der CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring eine neuerliche Morddrohung offenbar aus der rechtsextremen Szene gegen ihn öffentlich gemacht. Die an Adams gerichtete Mail, die dpa vorliegt, ähnelt in Inhalt und Wortwahl der an Mohring. Über die Drohung gegen Adams hatte zuvor der MDR berichtet.

Adams sagte, er habe die Drohung nicht ernst genommen, da sie "so krude geschrieben" gewesen sei. Sie sei seiner Meinung nach auch mit der Bedrohung von Grünen-Chef Robert Habeck in der vergangenen Woche nicht vergleichbar. Habeck hat nach Angaben seiner Partei vor einer Wahlkampfveranstaltung in Bleicherode eine Morddrohung in einem sozialen Netzwerk erhalten. Sie war von Adams in einem Kommentar entdeckt worden. Die Polizei hatte deshalb am Freitag die Wohnung eines 27-jährigen Verdächtigen aus Nordthüringen durchsucht.

Mohring wurde in der Mail aufgefordert, seinen Wahlkampf einzustellen. Adams wurde zum Austritt aus seiner Partei aufgefordert. Ihnen drohe anderenfalls ein ähnliches Schicksal wie der Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker. Kölns Oberbürgermeisterin Reker (parteilos) war im Oktober 2015 kurz vor ihrer Wahl von einem Rechtsextremisten mit einem Messer in den Hals gestochen worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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