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Erinnerungen an Mauerfall an Glienicker Brücke

Potsdam  

Erinnerungen an Mauerfall an Glienicker Brücke

21.10.2019, 13:20 Uhr | dpa

Erinnerungen an Mauerfall an Glienicker Brücke. Gedenkveranstaltung 30 Jahre Mauerfall

Dietmar Woidke (m), Mike Schubert (r) und Ulrike Liedtke (l) nehmen an einer Pressekonferenz zur Gedenkveranstaltung teil. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Brandenburg gedenkt des Mauerfalls und der friedlichen Revolution vor 30 Jahren mit Veranstaltungen am 10. November rund um die Glienicker Brücke. Dort verlief die Grenze, die an jenem Tag 1989 um 18 Uhr durch DDR-Grenzer geöffnet wurde. Potsdamer konnten auf diesem Weg erstmals in den Westen. Der Herbst 1989 habe das Leben vieler Menschen in Ostdeutschland verändert, er sei eine Chance gewesen, eine lebenswerte Gesellschaft zu gestalten, sagte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke am Montag in Potsdam.

In einer gemeinsamen Festveranstaltung von Landtag und Landesregierung wird in der Potsdamer Nikolaikirche an die Grenzöffnung erinnert. Auf der Brücke präsentiert eine Videoinstallation historisches Filmmaterial. Später soll es auf dem Bauwerk - in der Mitte markierte ein Strich die Grenze zwischen der DDR (Potsdam) und West-Berlin - zu Begegnungen der Bürger kommen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) beschrieb den Tag der Maueröffnung als "Wahnsinn". Die Menschen in der DDR hätten die SED-Diktatur mit friedlichen Mitteln überwunden, sagte er. "Es war eine unwahrscheinliche Situation", betonte er. "Spannung, Druck und Angst waren in der damaligen DDR greifbar", sagte er. Man sei auch dankbar für die Unterstützung aus dem Westen, betonte er. Die eigentlichen Leistungen hätten die Menschen aus dem Osten gebracht. "Die ostdeutschen Biografien müssten genauso gewürdigt werden wie die westdeutschen", betonte er.

An dem Gedenken beteiligen sich auch die Stadt Potsdam und der Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. "Wichtig ist, diese Geschichte nicht zu vergessen", sagte Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski. Den jungen Menschen müsse erzählt werden, wem sie ihre heutige Freiheit verdanken.

Die Glienicker Brücke verbindet Berlin und Potsdam über die Havel. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie gesprengt und nach dem Wiederaufbau 1949 zu DDR-Zeiten als "Brücke der Einheit" eröffnet. Berühmt wurde die Brücke im Kalten Krieg durch den internationalen Agentenaustausch. Steven Spielberg drehte hier den Agententhriller "Bridge of Spies" (2015).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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