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Waschmittel statt Euros? Richter glauben Legende nicht

Hamm  

Waschmittel statt Euros? Richter glauben Legende nicht

24.10.2019, 15:07 Uhr | dpa

Waschmittel statt Euros? Richter glauben Legende nicht. Sparkasse

Ein Heißluftballon in der Form eines Sparschweines mit einem Sparkassen-Logo ist am Himmel zu sehen. Foto: Daniel Naupold/dpa (Quelle: dpa)

Statt Geldnoten soll nur Waschpulver im Koffer gewesen sein: Dieser Geschichte einer Sparkassenmitarbeiterin hat ein Arbeitsgericht in einem skurrilen Kündigungsstreit nicht geglaubt. Wie ein Sprecher des Landesarbeitsgerichts Hamm am Donnerstag sagte, sei die Klage der Kassiererin aus Herne gegen ihre Kündigung abgewiesen worden. Die Richter seien nach Würdigung zahlreicher Beweise der Überzeugung, dass die Frau das Geld - immerhin 115 000 Euro - genommen und für eigene Zwecke verwendet habe.

In dem bemerkenswerten Fall ging es um einen Geldkoffer der Bundesbank. In diesem sollte aus Sicht der Sparkasse eigentlich das Bargeld gewesen sein. Die Kassiererin gab allerdings gegenüber ihrem Arbeitgeber an, in dem verplombten Koffer lediglich Waschpulver und Babynahrung vorgefunden zu haben. Sie bestritt, das Geld genommen zu haben. Die Sparkasse glaubte ihr nicht und setzte 2016 sie vor die Tür.

Die Mitarbeiterin klagte dagegen und bekam zwischenzeitlich sogar Recht. Im Frühjahr kippte das Bundesarbeitsgericht diese Entscheidung jedoch wieder und verwies den Fall zur erneuten Verhandlung zurück an das Landesarbeitsgericht. Nach dem Urteil von diesem Donnerstag ist die Revision vor dem Bundesarbeitsgericht nicht zugelassen. Dagegen kann die Klägerin aber Beschwerde einlegen.

In einem Strafprozess wurde die Kassiererin in erster Instanz bereits wegen Untreue zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Dagegen hat sie Berufung beim Landgericht eingelegt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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