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S-Bahn in Hitze und Schnee: Test im Sinne der Bahnfahrer

Wien  

S-Bahn in Hitze und Schnee: Test im Sinne der Bahnfahrer

25.10.2019, 18:17 Uhr | dpa

S-Bahn in Hitze und Schnee: Test im Sinne der Bahnfahrer. S-Bahn im Härtetest

Ein für die Berliner S-Bahn vorgesehener Zug steht im weltweit längsten Klima-Wind-Kanal. Foto: Markus Schieder/Konsortium Siemens Mobility GmbH/ Stadler Pankow GmbH/dpa (Quelle: dpa)

Einen klimatischen Härtetest müssen aktuell die neuen Waggons der Berliner S-Bahn bestehen. Sie werden rund ein Jahr vor der geplanten Inbetriebnahme im weltweit längsten Klima-Wind-Kanal in Wien über mehrere Wochen Frost, Schnee, Eis und großer Hitze ausgesetzt. "Wir haben den Ehrgeiz, endlich mal ein Fahrzeug auf die Schiene zu stellen, was auf Anhieb funktioniert", sagte der DB-Konzernbevollmächtigte für Berlin, Alexander Kaczmarek.

Die S-Bahn werde eine Klimaanlage haben, was solche Tests umso nötiger mache, hieß es. Generell gehörten Verkehrsbetriebe und Hersteller aus Deutschland zu den häufigen Kunden der Anlage, sagte der Chef von Rail Tec Arsenal (RTA), Gabriel Haller.

In der 100 Meter langen RTA-Klimakammer muss die Baureihe 483/484 bei Temperaturen von minus 25 Grad bis plus 45 Grad funktionieren. Heizmatten auf den Sitzbänken simulieren die von Menschen ausgehende Wärme. 50 Wasserverdampfer sorgen für Schwüle. Die häufigen Stopps und das damit verbundene Öffnen der Türen sind eine besondere Herausforderung für die Klimaanlage. Diese werde auf keinen festen Wert eingestellt, sondern arbeite abhängig von der Außentemperatur, hieß es.

Die 109 Garnituren der neuen Baureihe sollen ab Januar 2021 im Raum Berlin verkehren. Sie kosten laut Bahn rund 900 Millionen Euro. "Die Ergebnisse sämtlicher Prüfungen werden umfangreich ausgewertet. Sollte es dabei Optimierungsbedarf geben, können wir entsprechende Maßnahmen ergreifen", so Jure Mikolčić, Chef des Zugbauers Stadler.

In der RTA-Klimakammer können Temperaturen von minus 45 bis plus 60 Grad sowie Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern simuliert werden. Hauptsächlich werden Schienenfahrzeuge getestet, aber auch Autos und Flugzeugkomponenten. Das für 65 Millionen Euro errichtete Hightech-Zentrum in Wien ist von der öffentlichen Hand vorfinanziert. Aktuelle Teilhaber sind unter anderem die Konzerne Bombardier, Alston und Siemens.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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