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Jagdverband plant nach internem Streit kompletten Neuanfang

Schrobenhausen  

Jagdverband plant nach internem Streit kompletten Neuanfang

26.10.2019, 03:32 Uhr | dpa

Jagdverband plant nach internem Streit kompletten Neuanfang. Jäger

Ein Jäger mit Gewehr. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Nach der heftigen Kritik an dem langjährigen bayerischen Jägerpräsidenten Jürgen Vocke plant der Verband einen kompletten personellen Neuanfang. Bei einer außerordentlichen Versammlung entschieden die Delegierten des zuletzt intern heftig zerstrittenen Bayerischen Jagdverbandes (BJV), dass bei dem nächsten Landesjägertag Ende März 2020 in Lindau das gesamte Präsidium zurücktreten und neu gewählt wird.

"Wir haben ein deutliches Signal gesetzt für den Neustart", sagte der kommissarische BJV-Chef Thomas Schreder nach der Versammlung am Samstag im oberbayerischen Schrobenhausen. Wer dann bei der Versammlung im Frühjahr des kommenden Jahres kandidieren werde, sei derzeit noch offen. Gegen den bisherigen Präsidenten Vocke gibt es Vorwürfe von finanziellen Unregelmäßigkeiten und ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft.

Der Weg der kompletten Neuwahl sei mit großer Mehrheit beschlossen worden. Laut Schreder waren Delegierte von 138 Kreisgruppen mit zusammen 650 Stimmen bei der außerordentlichen Versammlung anwesend. Mehr als 600 Stimmen seien für den Antrag abgegeben worden. Es sei ein Kompromissvorschlag gewesen, in dem eine Vielzahl von Einzelanträgen gebündelt worden seien. Landesschatzmeisterin Mechtild Maurer sprach von einem "Friedensantrag".

Ein BJV-Funktionär hatte gegen Vocke Strafanzeige erstattet. Gegen den 76-Jährigen wird daher nun wegen Verdachts der Veruntreuung und Unterschlagung ermittelt. Laut Staatsanwaltschaft München I geht es um private Auslagen, den Dienstwagen und die Beschäftigung seiner Tochter bei einem mit dem BJV verbundenen Unternehmen. Die Ermittler durchsuchten die BJV-Geschäftsstelle in Feldkirchen bei München und beschlagnahmten Akten und Daten. Vocke war 25 Jahre Verbandspräsident und lässt derzeit sein Amt ruhen.

Die möglichen Unregelmäßigkeiten waren bei der Prüfung des Jahresabschlusses für 2018 aufgefallen. Laut Maurer haben die Delegierten auch entschieden, dass die Bilanz 2018 noch einmal geprüft werden soll. Dafür müsse nun ein Abschlussprüfer gesucht werden. Die Prüfung sei derzeit aber wegen der strafrechtlichen Ermittlungen nicht möglich. "Im Moment haben wir keinen Zugriff auf die Unterlagen", sagte die Schatzmeisterin, die auch erst seit 2018 im Amt ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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