Sie sind hier: Home > Regional >

Vorstellung von Projekt zur Missbrauchsaufklärung in Kirche

Schwerin  

Vorstellung von Projekt zur Missbrauchsaufklärung in Kirche

28.10.2019, 12:30 Uhr | dpa

Vorstellung von Projekt zur Missbrauchsaufklärung in Kirche. Ein Kreuz befindet sich auf einem Kirchturm

Ein Kreuz befindet sich auf einem Kirchturm. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche Mecklenburgs in der DDR-Zeit beginnt Anfang November eine neue Etappe. Wie das Erzbistum Hamburg am Montag mitteilte, stellt sich am 4. November in Neubrandenburg erstmals ein vierköpfiges Forschungsteam der Universität Ulm vor, das mit der wissenschaftlichen Arbeit betraut wurde. Die Leitung habe die Professorin für Psychotraumatologie in der forensischen Psychiatrie, Manuela Dudeck. Die Studie, für die Interviews mit Betroffenen erarbeitet werden sollen, sei auf zwei Jahre angelegt. Dazu sollen die Forscher Zugang zu Archiven erhalten. Auch Erzbischof Stefan Heße werde in Neubrandenburg sein.

Vorgestellt werden soll die Methodik der Arbeit sowie der zeitliche Ablauf. Ein Betroffener werde über seine leidvollen Erfahrungen berichten. Eine Studie der Deutschen Bischofskonferenz hatte ergeben, dass 17 Priester im mecklenburgischen Teil der katholischen Kirche des Missbrauchs beschuldigt werden. Insgesamt soll es 54 betroffene Männer und Frauen geben.

Besonders schwere Vorwürfe gibt es gegen den Priester Hermann-Josef Timmerbeil, der von 1946 bis 1975 in Neubrandenburg im Amt war. Timmerbeil starb 1979. Ihm werden "schwere physische und sexuelle Gewalt gegen Kinder" vorgeworfen. Betroffen sind unter anderem noch Kirchengemeinden in Dömitz, Gadebusch, Wismar, Tessin, Waren, Grevesmühlen, Neustadt-Glewe und Neustrelitz. Die Aufarbeitung beschränke sich auf 1945 bis 1989, weil es Betroffenen in der DDR oft nicht möglich war, sich an staatliche Organe zu wenden und Anzeige zu erstatten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal