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Warnstreiks schränken Kinderbetreuung bei Ludwigslust ein

Ludwigslust  

Warnstreiks schränken Kinderbetreuung bei Ludwigslust ein

29.10.2019, 15:28 Uhr | dpa

Warnstreiks schränken Kinderbetreuung bei Ludwigslust ein. Streik-Plakat

Ein Mitarbeiter hat während der Kundgebung ein Schild mit der Aufschrift "Streik" in der Hand. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Region Ludwigslust sind am Dienstag bestreikt worden. Wie die Bildungsgewerkschaft GEW mitteilte, haben sich mehr als 50 Erzieher an dem Warnstreik beteiligt. "Das DRK hat Verhandlungen mit uns abgelehnt. Nun sind wir zum Streiken gezwungen, um Tarifschutz und die Forderungen unserer Mitglieder zu erreichen", sagte GEW-Referent Erik von Malottki, der sich mit der Beteiligung an der Aktion zufrieden zeigte. Der Ausstand solle am Mittwoch fortgesetzt werden.

Nach Angaben des DRK-Kreisverbands waren vier Tagesstätten vollständig geschlossen, in vier weiteren waren Notgruppen eingerichtet worden. Es seien etwa 380 Kinder betroffen gewesen. Ein Infotelefon für die Eltern sei eingerichtet.

Die GEW fordert die Bezahlung der Erzieher nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes von Beginn des Jahres 2020 an. Besonders wichtig sei die Frage der Betriebszugehörigkeit, also die Lohneinordnung nach Erfahrungsstufen, ergänzte Malottki.

DRK-Kreisgeschäftsführer Dietmar Jonitz kritisierte die Arbeitsniederlegung als vollkommen unnötig und überzogen. "Die GEW kann nur Erzieher vertreten - wir wollen ein Gesamtvertrag", sagte er. Deshalb habe er mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Montag Tarifverhandlungen für alle Beschäftigen begonnen.

Verdi-Verhandlungsführer Daniel Taprogge versicherte, Verdi und das DRK hätten das gemeinsame Ziel den Tarif des öffentlichen Dienstes zu erreichen. Nun müsse man schauen, wie schnell die Angleichung möglich sei. Dazu wolle Verdi dem DRK einen Vorschlag unterbreiten. "Wir haben aber auch kein Interesse an einem Tarifvertrag, der in die Insolvenz führt", machte Taprogge deutlich und wies die Forderungen der GEW als unseriös zurück.

Der GEW-Sprecher betonte, dass von 2020 an die Kita-Gebühren vollständig von Land und Kommune getragen werden. Das DRK müsse also nur mit dem Landkreis entsprechende Entgeltverhandlungen führen. Eine Insolvenz sei nicht zu befürchten. Nach eigenen Angaben vertritt die GEW mehr als die Hälfte aller Erzieher in den betroffenen Kitas. Im DRK-Kreisverband seien von etwa 530 Beschäftigten 150 Erzieher.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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