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Zwickau erinnert an NSU-Opfer: Zehn Bäume gepflanzt

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Zwickau erinnert an NSU-Opfer: Zehn Bäume gepflanzt

03.11.2019, 02:46 Uhr | dpa

Zwickau erinnert an NSU-Opfer: Zehn Bäume gepflanzt. Neuer Gedenkort für Opfer des NSU

Zwickauer und Gäste der Stadt stehen an frisch gepflanzten Bäumen für Opfer des NSU. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

In Zwickau erinnern seit Sonntag zehn Bäume an die Mordopfer der Neonazi-Terrorzelle NSU. "Wir zeigen, dass der NSU ein Teil der Zwickauer Geschichte ist", sagte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) zur Einweihung des Gedenkortes. Die Bäume und die Gedenktafeln mit den Namen der zehn Opfer seien zugleich ein Zeichen der Hoffnung und eine Mahnung, sich für Demokratie und Toleranz einzusetzen.

Der NSU hatte jahrelang unerkannt im Untergrund gelebt. Zu der Terrorzelle gehörten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 töteten sie acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer und eine Polizistin. Außerdem wurden sie für zwei Sprengstoffanschläge und diverse Raubüberfälle verantwortlich gemacht.

Anfang Oktober war in Zwickau ein Gedenkbaum für Enver Simsek, das erste Opfer der Rechtsterroristen, von Unbekannten abgesägt worden. Die Tat hatte bundesweit für Empörung gesorgt, aber auch eine Welle der Solidarität ausgelöst. Bei der Stadt gingen rund 14 000 Euro an Spenden ein. Es wurden Blumen niedergelegt und Mahnwachen abgehalten.

Am Rande der Einweihung kam es zwischen einigen Teilnehmern und der Polizei zu einer Auseinandersetzung, nachdem eine junge Frau einen niedergelegten Kranz der Zwickauer AfD-Fraktion beschädigt hatte. Einige Beobachter verteidigten die Frau und argumentierten, Blumen von einer Partei, die selbst rechtes Gedankengut verbreite, seien eine weitere Verhöhnung der Opfer. Die Polizei hingegen wertete das Geschehen als Sachbeschädigung.

Am Montag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an dem Gedenkort erwartet, wo sie Blumen niederlegen will.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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