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Trinkwasserprojekt bereitet Naturschützern Sorgen

Wörth am Rhein  

Trinkwasserprojekt bereitet Naturschützern Sorgen

05.11.2019, 14:02 Uhr | dpa

Trinkwasserprojekt bereitet Naturschützern Sorgen. BUND

Das Logo des BUND - Freunde der Erde. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Der Naturschutzverband BUND ist besorgt über ein deutsch-französisches Projekt zur Trinkwasserversorgung am Oberrhein. Die Entnahme großer Mengen von Grundwasser dürfe nicht zu einer Gefährdung des geschützten Bienwaldes führen, mahnte der BUND Südpfalz am Dienstag. "Wenn wir in dieses Gefüge eingreifen, können wir mit wenigen Handgriffen viel kaputtmachen", sagte Vorstandsmitglied Armin Osterheld. Mit seinem Nebeneinander von trockenen und feuchteren Biotopen sei der Bienwald als einer der bedeutendsten Niederungswälder am Oberrhein von hoher Bedeutung für Flora und eine mannigfaltige Insektenfauna.

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) überreicht am kommenden Donnerstag einen Förderbescheid des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über rund 2,0 Millionen Euro für das grenzüberschreitende Projekt Pawena (Palatinat Alsace Wasser Eau Nature). Mit Gesamtkosten von etwa vier Millionen Euro sollen vier Unternehmen bis August 2022 eine vernetzte Trinkwasserinfrastruktur errichten. Ziel ist ein gegenseitiger Austausch von Trinkwasser zwischen dem Nordelsass und der Südpfalz, wobei die Wasserversorgung auch in Trockenzeiten sichergestellt werden soll.

Dabei gehe es um Vorkommen aus einem unteren Grundwasserleiter, der durch den 80 Meter tiefen Bienwaldbrunnen erschlossen ist, teilte eine Sprecherin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd mit. Seit 1996 werde dieser als Trinkwasserbrunnen für die Verbandsgemeinde Bad Bergzabern genutzt. "Die Wasserförderung beeinträchtigt in keiner Weise den für die Vegetation im Bienwald vorhandenen oberen Grundwasserleiter", erklärte die Sprecherin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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