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Illinger Bürgermeister kritisiert Reform des Bistums Trier

Illingen  

Illinger Bürgermeister kritisiert Reform des Bistums Trier

05.11.2019, 17:52 Uhr | dpa

Der geplante Neuzuschnitt der Pfarreienlandschaft im Bistum Trier ist vom Bürgermeister der saarländischen Gemeinde Illingen im Landkreis Neunkirchen, Armin König (CDU), scharf kritisiert worden. Die Kommunen seien bei der Bistumsreform "weitgehend übergangen" worden, heißt es in einer Erklärung Königs vom Dienstag. "Wir zahlen Millionen an die katholische Kirche und werden trotzdem nicht offiziell angehört." König beklagte vor allem, dass Illingen künftig zur Großpfarrei Neunkirchen gehören soll. Das ebenfalls zur Zivilgemeinde Illingen gehörende Uchtelfangen hingegen solle der Großpfarrei Lebach zugeschlagen werden. Das sei "großer bürokratischer Unsinn" und gefährde die Kooperation zwischen Kirche und Kommune.

Die saarländischen Städte und Gemeinden hätten in den letzten 20 Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag gezahlt, um Sachkosten und Investitionen der katholischen Kirche in den Kindergärten zu tragen und zu bezuschussen. Illingen habe in den vergangenen zehn Jahren alleine acht Millionen Euro gezahlt. Trotzdem seien die Kommunen bei der Bistumsreform nicht angehört worden.

Man wolle sich nicht in Angelegenheiten der Kirche einmischen, wolle aber wenigstens die kommunalen Interessen "offensiv darstellen" können. "Wo Zivilgemeinden betroffen sind durch unsinnige absurde, anachronistische oder willkürliche Regelungen, dort sind wir gefordert, Farbe zu bekennen und Klartext zu reden."

Das Bistum Trier mit knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland soll künftig in 35 Großpfarreien aufgeteilt sein. Diese lösen 887 kleine Pfarreien ab. In einem ersten Schritt sollen Anfang 2020 die ersten 15 Einheiten an den Start gehen, weitere Großpfarreien sollen spätestens bis Anfang 2022 folgen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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