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MV-Digitalkongress: Gründerideen vorgestellt

Greifswald  

MV-Digitalkongress: Gründerideen vorgestellt

06.11.2019, 12:24 Uhr | dpa

MV-Digitalkongress: Gründerideen vorgestellt. Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD)

Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD). Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit der Präsentation außergewöhnlicher Gründerideen hat am Mittwoch in Greifswald der erste Digitalisierungskongress der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, die "NØRD 2019", begonnen. In der Alten Mensa der Universität stellten 24 Start-Ups aus Deutschland und Estland ihre Geschäftsmodelle vor und diskutierten über Startschwierigkeiten und Fördermöglichkeiten.

Darunter waren auch Existenzgründer aus Schwerin, die mit ihrer Entwicklung "Matchfield Tactics" die Taktikschulung auch im Amateurfußball auf eine neue Stufe heben wollen. Mit Hilfe des Programms sollen Trainer ihren Spielern Laufwege und Spielzüge von Profis besser vermitteln können. Das Start-Up "NautiTronix" von der Insel Rügen, das eine Lösung für digitale Schiffsinspektionen entwickelte, erhielt während der Veranstaltung einen Zuwendungsbescheid über 47 750 Euro für weitere Neuerungen im Bereich der Informations- und Überwachungssysteme für die Schifffahrt. "Die Digitalisierung stellt viele Unternehmen im Land vor große Aufgaben. Hier wollen wir helfen und sie auf ihrem Weg unterstützend begleiten", erklärte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD).

Die offizielle Eröffnung der Konferenz sollte am Abend mit einer "Night of Inspiration" ebenfalls in Greifswald erfolgen. Am Donnerstag wird es dann Veranstaltungen in Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg geben. Dabei gehe es dann unter anderem um den Einfluss der Digitalisierung auf Forschung und Lehre, auf die Wirtschaft und die Verwaltung, sagte Pegel. Mehr als 120 Referenten würden in den sechs Städten bei insgesamt 14 Veranstaltungen das Thema Digitalisierung in allen Facetten beleuchten.

Laut Pegel hatte die Landesregierung mit ihrer Digitalen Agenda im Frühjahr 2018 auch die Veranstaltung eines landesweiten Digitalisierungskongresses beschlossen. Ziel der Landesregierung sei es, den Prozess der Digitalisierung noch mehr in die Fläche zu tragen. Um die Risiken besser beherrschen und die Chancen besser nutzen zu können, gelte es die Netzwerke enger zu knüpfen und voneinander zu lernen. Der Kongress mit mehreren Standorten biete Gelegenheit zur Bestandsaufnahme und zum Austausch. Nach Angaben Pegels ist mit etwa 1400 Besuchern zu rechnen, interessierte Bürger seien willkommen.

Agrarminister Till Backhaus (SPD) nahm den Kongress zum Anlass, "kommunale Digitallotsen" für ländliche Regionen zu fordern. "Digitalisierung ist Daseinsvorsorge und darf an den ländlichen Räumen nicht vorbeigehen", mahnte er. Doch müssten ältere Menschen bei der Nutzung der neuen Angebote zielgerichtet unterstützt werden. "Für alle Projekte, die wir auf den Weg bringen, brauchen wir immer auch einen "analogen Zwilling", zum Beispiel den Bürger-Dialog vor Ort", sagte Backhaus mit Blick auf die Jahreskonferenz des Forums für ländliche Entwicklung und Demografie, die am Donnerstag in Neubrandenburg im Rahmen der Digitalisierungskonferenz "Nørd 2019" stattfinde.

Dörfer könnten kaum zu den Zentren mit ihren beruflichen und kulturellen Möglichkeiten aufschließen. "Ziel muss sein, dass ländliche Regionen den digitalen Wandel nutzen, um ein eigenes Profil zu entwickeln. Mit ihren Vorteilen - gesunde Natur, mehr Platz, Freiräume und Ruhe - können sie zum Anziehungspunkt junger, kreativer Menschen werden", betonte Backhaus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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