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Gewinn bei Stahlhersteller Salzgitter sinkt

Salzgitter  

Gewinn bei Stahlhersteller Salzgitter sinkt

06.11.2019, 15:35 Uhr | dpa

Gewinn bei Stahlhersteller Salzgitter sinkt. Ein Mitarbeiter steht im Stahlwerk der Salzgitter AG

Ein Mitarbeiter steht im Stahlwerk der Salzgitter AG vor einer glühenden Roheisenpfanne. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Stahlkonzern Salzgitter hat durch eine höhere Risikovorsorge wegen einer drohenden Kartellstrafe in den ersten drei Quartalen dieses Jahres weniger verdient. Wie das Unternehmen am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen berichtete, betrug der Vorsteuer-Gewinn von Januar bis Ende September 40,7 Millionen Euro. Vor einem Jahr waren noch 284,6 Millionen Euro erzielt worden. Ein Grund für den Rückgang ist ein dickeres Finanzpolster für einen Vergleich, den Salzgitter mit Behörden nach dem Vorwurf illegaler Preisabsprachen bei Grobblech und Flachstahlprodukten anstrebt. Allein dafür wurden weitere 141 Millionen Euro veranschlagt.

Kartellwächter hatten Ende August 2017 mehrere deutsche Stahlfirmen wegen des Verdachts unrechtmäßiger Preisabsprachen durchsucht. Zudem belasten Ausgaben für ein Sparprogramm den Konzern.

Insgesamt liege man mit dem erreichten Ergebnis aber noch über den Markterwartungen, erklärte der Stahlhersteller. Im Gewinn enthalten sind unter anderem auch ein erwarteter Betrag 78,1 Millionen Euro aus dem Engagement beim Kupferkonzern Aurubis sowie die Auflösung einer Rückstellung von 48,8 Millionen Euro. Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten im Vorjahresvergleich von 6,9 Milliarden auf 6,6 Milliarden Euro.

Die Ende September gesenkte Prognose für das Gesamtjahr 2019 bestätigte die Salzgitter AG: Man gehe von einem Verlust vor Steuern "im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich" aus. Zuvor hatte das Unternehmen noch einen Vorsteuer-Gewinn von 125 Millionen bis 175 Millionen Euro angenommen. Außerdem erwartet der Konzern nun einen "gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Außenumsatz unterhalb von 9 Milliarden Euro". Die vollständigen Zahlen werden am 13. November bekanntgegeben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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