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Tönnies: "Von der Wucht der Reaktionen erschlagen"

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Tönnies: "Von der Wucht der Reaktionen erschlagen"

07.11.2019, 11:15 Uhr | dpa

Tönnies: "Von der Wucht der Reaktionen erschlagen". Clemens Tönnies

Schalkes Präsident Clemens Tönnies. Foto: Bernd Thissen/dpa (Quelle: dpa)

Clemens Tönnies hat sein Schweigen gebrochen. Am ersten Tag seiner Rückkehr in die Amtsgeschäfte als Schalker Aufsichtsratsvorsitzender bezeichnete der 63 Jahre alte Fleisch-Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück seine vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen als "Fehler". "Ich war von der Wucht der Reaktion total erschlagen. Es hätte mir nicht passieren dürfen. Es ist voll in die Hose gegangen. Wenn sich jemand verletzt gefühlt hat, bitte ich ihn aufrichtig um Entschuldigung", sagte Tönnies am Donnerstag dem clubeigenen Schalke TV.

Am 6. August hatte der Schalker Ehrenrat nach vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen von Tönnies über Afrikaner und einem anschließenden Gespräch mit dem Clubchef entschieden, dass dieser sein Schalke-Amt drei Monate lang nicht ausüben darf. "Es war eine harte Zeit. Ich hätte nicht erwartet, dass ich ein Stück weit leide, nicht dabei zu sein", kommentierte Tönnies. "Das hat mir viele Gedanken gebracht, über das, was ich gesagt habe, wie ich es eigentlich gemeint habe und wie es insgesamt aufgenommen wurde."

Tönnies fühlt sich falsch eingeschätzt: "Ich bin nicht der, der trennt, sondern eher der, der vereint und sagt, das darf auf Schalke keinen Einzug haben. Wir müssen uns in der Gesellschaft viel mehr gegen Rassismus stellen. Ich sehe uns alle in Europa in der Pflicht, was für Afrika zu tun."

Wann er wieder im Stadion sitzen wird, sei offen. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Fortuna Düsseldorf "wird es jedoch noch nicht klappen, ich bin einfach zurzeit geschäftlich wahnsinnig engagiert", sagte Tönnies in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag). Mit allzu negativen Reaktionen bei seiner Rückkehr in die Arena rechne er nicht: "Ich weiß, dass es viele gibt, die sich darüber freuen werden, wenn ich wiederkomme, die mir - gar nicht unkritisch - zur Seite gestanden haben. (...) Ich glaube, dass das eine große Anzahl ist, der überwiegende Teil derer, die im Stadion sind."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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