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Prozess um Unfalltod ägyptischer Studentin: vorletzte Zeugin

Cottbus  

Prozess um Unfalltod ägyptischer Studentin: vorletzte Zeugin

07.11.2019, 14:37 Uhr | dpa

Prozess um Unfalltod ägyptischer Studentin: vorletzte Zeugin. Prozess nach Unfalltod einer Studentin fortgesetzt

Ein Justiz-Beamter steht in einem Flur des Amtsgericht Cottbus. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die Beweisaufnahme im Prozess um den Unfalltod einer ägyptischen Studentin vor gut zweieinhalb Jahren geht in die Schlussphase. Am Donnerstag wurde vor dem Amtsgericht Cottbus eine vorletzte Zeugin gehört. Die 21-Jährige konnte sich nach eigener Aussage kaum noch an den Vorfall erinnern. Sie habe einen Knall gehört und dann die Frau auf der Straße liegen sehen. Den Unfall selbst habe sie nicht beobachtet, sagte die Frau vor Gericht aus. Zwei der drei Insassen des Autos seien ihr aus der Schule bekannt. Den angeklagten 22-jährigen Autofahrer kenne sie nicht.

In den frühen Morgenstunden des 15. April 2017 hatte ein damals 20-Jähriger die Studentin in der Innenstadt von Cottbus mit dem Auto erfasst. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 22-Jährigen fahrlässige Tötung vor. Er soll den Unfall verursacht haben, bei dem die 22 Jahre alte Fußgängerin so schwer verletzt wurde, dass sie starb.

Mit der Vorladung eines letzten Zeugen aus Ägypten soll die Beweisaufnahme am 12. Dezember abgeschlossen werden. Von ihm erhofft sich die Staatsanwaltschaft klärende Aussagen zum Unfallhergang, wie Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum sagte. Der Mann sei in der Unglücksnacht unter den Freunden der Studentin und nah am Geschehen gewesen.

Der Unfalltod der ägyptischen Studentin sorgte auch international für Schlagzeilen: Das Opfer soll noch am Tatort rassistisch beschimpft worden sein. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen einen Beifahrer des Angeklagten wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung ermittelt. Das Verfahren wurde eingestellt.

Für den Prozess sind fünf weitere Termine angesetzt. Im kommenden Januar sollen Gutachter gehört werden, im Februar soll ein Urteil fallen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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