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Haftbefehle gegen mutmaßliche Rezeptfälscher aufgehoben

Nordhausen  

Haftbefehle gegen mutmaßliche Rezeptfälscher aufgehoben

08.11.2019, 17:09 Uhr | dpa

Haftbefehle gegen mutmaßliche Rezeptfälscher aufgehoben. Landgericht Mühlhausen

Das Justizzentrum Mühlhausen mit Landgericht und Staatsanwaltschaft. Foto: Martin Schutt/zb/dpa (Quelle: dpa)

Das Landgericht Mühlhausen hat am Donnerstag die Haftbefehle gegen zwei mutmaßliche Rezeptfälscher aus Brandenburg aufgehoben. Die 61 Jahre alte Apothekerin sei bereits auf freiem Fuß, bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichtes Nordhausen am Freitag. Ihr drei Jahre jüngere Ehemann müsse erst noch die festgelegte Kaution zahlen und könne dann eben falls aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Die Beschuldigten hatten gestanden, in Apotheken im ganzen Bundesgebiet teure Medikamente ergaunert und dann auf eigene Rechnung verkauft zu haben.

Das Mühlhäuser Landgericht folgte der Beschwerde des Ehepaares gegen eine Entscheidung der Strafrichterin, die vor zwei Wochen wegen Verdunklungsgefahr die Haftbefehle bestätigt hatte. Das Paar sitzt seit Mai 2019 in U-Haft. Die Frau war zwischenzeitlich für einige Tage auf freiem Fuß, ist aber dann doch wieder inhaftiert worden.

Zum Prozessauftakt haben das Paar sowie eine mitangeklagte Mitarbeiterin umfassende Geständnisse abgelegt. Demnach hatte das hochverschuldete Ehepaar Angst vor dem finanziellen Abstieg und suchte nach einer zusätzlichen Einnahmequelle.

Laut dem Geständnis hat das Paar arbeitsteilig auf manipulierten Blankorezepten gestohlene oder fiktive Patientendaten eingetragen und mit einem Arztstempel versehen. Auf diese Weise wurden in 45 verschiedenen Apotheken hochpreisige Medikamente im Gesamtwert von mehr als 80 000 Euro ergaunert, die später in den beiden eigenen Apotheken im brandenburgischen Königs Wusterhausen an Kunden mit passendem Rezept ausgegeben wurden. Die mitangeklagte Mitarbeiterin organisierte bis zu zwei Beschaffungsfahrten im Monat.

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen legt dem angeklagten Trio gemeinschaftlich gewerbsmäßigen Betrug und Urkundenfälschung in 45 Fällen zur Last. Am Montag wird der Prozess fortgesetzt; ein Urteil könnte am 25. November verkündet werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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