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Miazga: AfD wird nicht in allen Kommunen kandidieren

Greding  

Miazga: AfD wird nicht in allen Kommunen kandidieren

09.11.2019, 01:37 Uhr | dpa

Miazga: AfD wird nicht in allen Kommunen kandidieren. Corinna Miazga (AfD)

Die AfD-Vorsitzende in Bayern, Corinna Miazga. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die bayerische AfD wird es zur Kommunalwahl im kommenden Frühjahr nicht schaffen, in allen Kommunen mit eigenen Kandidaten anzutreten. Das sagte die Landesvorsitzende Corinna Miazga am Samstag am Rande des Landesparteitags im mittelfränkischen Greding.

Dennoch wolle die Partei mit einem selbstbewussten Kommunalwahlprogramm in den Wahlkampf ziehen. Die AfD wolle unter anderem dafür eintreten, dass sich die Polizei nicht weiter aus dem ländlichen Raum zurückziehe, dass die Filialen von Banken und Sparkassen erhalten bleiben und Bürger künftig mehr Mitspracherecht - etwa über Volksabstimmungen - bekommen.

"Wir wollen keine Überbelastung der Kommunen durch die Übernahme von Asylbewerberkosten", sagte Miazga. Sie sprach auch von einer "Islamisierung von Kommunen", die vermieden werden solle. In der Debatte zum Klimaschutz verspüre sie eine gewisse Hysterie, die vermieden werden müsse.

Miazga beschwerte sich über eine Ausgrenzung ihrer Partei in Deutschland und auch in Bayern. Es sei nach wie vor schwierig, Veranstaltungsräume zu buchen. Ihr selbst sei eine Hotelbuchung verweigert worden. Selbst Stammtische abzuhalten, sei vielerorts ein Problem.

Die AfD war zuletzt in Bayern mehrfach durch höchst umstrittene Äußerungen aus ihrer Mitgliedschaft aufgefallen, erst vor wenigen Tagen etwa wegen eines Facebook-Posts zum Nürnberger Christkind. Einen Tag nach der Nominierung der 17-Jährigen Benigna Munsi, die Wurzeln in Indien hat, hieß es in einem Post des AfD-Kreisverbandes München-Land in Anspielung auf die Ausrottung der Ureinwohner Amerikas: "Nürnberg hat ein neues Christkind. Eines Tages wird es uns wie den Indianern gehen."

Während des Parteitages waren neue Vorwürfe gegen den Augsburger OB-Kandidaten Andreas Jurca laut geworden. Miazga wollte zu dem Fall in Augsburg nicht Stellung nehmen, bekannte aber, sich darüber zu ärgern. "Das überschattet unseren Kommunalwahlkampf", sagte sie. Der Augsburger Kommunalverband müsse das Problem adressieren. Einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" zufolge hatte der Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach Strafanzeige gegen seinen Parteifreund erstattet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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