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Schwesig mahnt zum Mauerfall-Jubiläum starke Demokratie an

Lübeck  

Schwesig mahnt zum Mauerfall-Jubiläum starke Demokratie an

09.11.2019, 11:10 Uhr | dpa

Schwesig mahnt zum Mauerfall-Jubiläum starke Demokratie an. Orchester spielt bei Festveranstaltung zum Mauerfall-Jubiläum

Ein Orchester spielt bei der Festveranstaltung zum Mauerfall-Jubiläum. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat zum 30. Mauerfall-Jubiläum an die Menschen appelliert, das Erbe der Friedlichen Revolution zu wahren und die errungenen Freiheiten zu verteidigen. "Die Mutigen, die im Herbst 1989 auf die Straße gegangen sind, haben Meinungsfreiheit und Demokratie für uns erkämpft. Die Neugierigen, die sich am 9. November 1989 auf den Weg in den Westen gemacht haben, wollten Grenzen überwinden, keine neuen Grenzen ziehen", sagte die Schweriner Regierungschefin am Samstag bei einer Festveranstaltung in Dassow (Nordwestmecklenburg), mit der die Landesregierung an das historische Ereignis der Grenzöffnung erinnerte.

"Wir können unterschiedlicher Meinung sein und sollten doch fair und respektvoll miteinander umgehen", mahnte Schwesig vor den rund 300 Zuhörern und wandte sich damit gegen Tendenzen von Ausgrenzung, Diffamierung und mangelnden Respekt. Es gehe darum, zuzuhören und zu reden, auch über das Schwierige. "Die Offenheit für den Austausch war ein ganz wesentlicher Teil der Friedlichen Revolution", sagte sie.

Schwesig erinnerte an die Zeit unbändiger Freude nach dem unverhofften Fall der Mauer. "Es waren Tage voller Begeisterung, voller Hoffnung, voll ungläubigen Staunens. Verrückte, unvergessliche Tage", sagte die Regierungschefin, sparte in ihrer Rede aber auch die für viele schmerzhaften Erfahrungen in den Jahren danach nicht aus. "Alle, die sich im Herbst 89 auf den Weg gemacht haben, mussten ihr Leben neu einrichten und die Regeln einer anderen Gesellschaft lernen. Das ging nicht ohne Verletzungen und Enttäuschungen", konstatierte Schwesig.

Insgesamt aber sei die Entwicklung seit 1990 eindeutig positiv verlaufen. "Die Menschen in Ostdeutschland haben eine gewaltige Aufbauleistung vollbracht, die Anerkennung und Respekt verdient", sagte Schwesig. So sei auch Mecklenburg-Vorpommern heute ein Land, in dem die Menschen gern leben. Grundlage dafür seien ein respektvoller Umgang miteinander und eine stabile Demokratie. Aufgabe der politisch Handelnden sei es dabei, in der Vielfalt der Meinungen einen Weg zu finden, auf dem möglichst viele mitgehen können. "Das ist es, was Demokratie stark macht", sagte die Ministerpräsidentin.

Nach der Festveranstaltung in Dassow war noch ein Treffen Schwesigs mit ihrem schleswig-holsteinischen Amtskollegen Daniel Günther (CDU) im nahen Lübeck-Schlutup geplant. Am ehemaligen Grenzübergang wollen beide ein länderübergreifendes Fest eröffnen.

Parallel zum Festakt in Dassow beging die CDU Mecklenburg-Vorpommerns das Mauerfall-Jubiläum in Zarrentin am Schaalsee zusammen mit den CDU-Landesverbänden von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Die Kirchen im Norden wollten am Nachmittag mit einem ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Ratzeburg an die friedliche Revolution und den Fall der Mauer erinnern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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