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Brandenburger gedenken der Opfer der Pogromnacht

Potsdam  

Brandenburger gedenken der Opfer der Pogromnacht

09.11.2019, 19:59 Uhr | dpa

Hunderte Brandenburger haben am Samstag den Opfern der Pogromnacht vom 9. November 1938 gedacht. In der Landeshauptstadt Potsdam versammelten sich am Abend rund 200 Menschen in der Innenstadt. "Die Novemberpogrome waren eine Zäsur", sagte Kulturministerin Martina Münch (SPD) in ihrer Rede laut Mitteilung. "Sie markierten nach der vorangegangenen Entrechtung von Juden den Beginn der systematischen Verfolgung, der völligen Entrechtung und des staatlich verordneten Massenmords."

Die Pflicht zur Erinnerung an Leid, Unrecht und Verbrechen sei heute wichtiger denn je, betonte Münch. "Auch heute werden wieder Juden auf unseren Straßen angegriffen, jüdische Friedhöfe geschändet, jüdische Einrichtungen attackiert und antisemitische Hetze verbreitet." Der 9. November 1938 habe deutlich gemacht, was geschieht, wenn einer Gesellschaft Menschlichkeit, Empathie, Toleranz und Zivilcourage verloren gehe. "Und er macht deutlich, dass Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in unserem Land nicht verhandelbar sind", sagte die Ministerin.

Das Gedenkprogramm in Frankfurt (Oder) hatte am Nachmittag mit einer Ausstellungseröffnung über "Jüdisches Leben an der Oder" begonnen, gefolgt von einer Veranstaltung mit Zeitzeugen. Am Abend versammelten sich zahlreiche Bürger am Synagogengedenkstein in der Karl-Marx-Straße, um den Opfern der Pogromnacht zu gedenken.

Bei den Novemberpogromen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand und misshandelten, verschleppten und ermordeten jüdische Bürger.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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