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Sachsen gedenken Opfern der Nazi-Pogrome vor 81 Jahren

Annaberg-Buchholz  

Sachsen gedenken Opfern der Nazi-Pogrome vor 81 Jahren

10.11.2019, 14:07 Uhr | dpa

Sachsen gedenken Opfern der Nazi-Pogrome vor 81 Jahren. Feuerwehrleute vor einer Synagoge in Berlin am 10. November 1938

Feuerwehrleute vor einer Synagoge in Berlin am 10. November 1938. Foto: Uncredited/AP/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

In Sachsen haben am Wochenende mehrere Veranstaltungen an die Opfer der nationalsozialistischen Pogrome vor 81 Jahren erinnert. In Dresden nahmen laut Polizei etwa hundert Menschen an einer Gedenkveranstaltung am Sonntagmorgen teil. Sie legten Blumen für die Opfer nieder.

Neben Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) hielt auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) eine Rede. Er hatte im Vorfeld mitgeteilt: "Nicht erst die Anschläge in Halle haben gezeigt, dass wir die Erinnerung an die Gräueltaten im Nationalsozialismus wachhalten müssen." Der Synagogenchor Dresden begleitete die Veranstaltung musikalisch. Bereits am Vorabend fanden nach Angaben der Veranstalter Mahnwachen an Stolpersteinen in Dresden statt.

In Leipzig war am Sonntagabend ein Gedenkgottesdienst in der Thomaskirche geplant. Die Bamberger Rabbinerin Antje Yael Deusel wollte die Predigt halten. Der Leipziger Synagogalchor sollte ein eigens komponiertes Stück "Adonai!Kyrie!Lord!Herr!" von Aristides Strongylis uraufführen.

In Annaberg (Erzgebirgskreis) kam es am Samstagnachmittag während einer von der Linksjugend organisierten Mahnwache zu einem Zwischenfall: Ein vorbeifahrender Mann zeigte nach Angaben der Polizei den Hitlergruß aus einem Transporter. Ob es sich bei der Mahnwache um eine Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht handelte, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Die Polizei ermittelt.

In der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 hatten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Bürger in Konzentrationslager verschleppt und ermordet und jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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