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Lafontaine fordert Aufklärung zum Kindesmissbrauch an Klinik

Saarbrücken  

Lafontaine fordert Aufklärung zum Kindesmissbrauch an Klinik

12.11.2019, 12:29 Uhr | dpa

Lafontaine fordert Aufklärung zum Kindesmissbrauch an Klinik. Oskar Lafontaine

Oskar Lafontaine, früherer Bundesvorsitzender der Partei Die Linke, in seinem Büro im Landtag des Saarlands. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Eine unzureichende Aufklärung zu mutmaßlichen Fällen von Kindesmissbrauch am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg hat der saarländische Linke-Fraktionschef Oskar Lafontaine kritisiert. Es sei "beschämend", dass immer neue Vorwürfe auftauchten, teilte er am Dienstag mit. Nach einem Bericht der Zeitung "Frankfurter Rundschau" (Dienstag) war im Juli 2012 ein Verdachtsfall von sexuellem Missbrauch eines Mädchen in der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik festgestellt worden. Die Mutter des Kindes sei aber zunächst nicht darüber informiert worden, hieß es.

Bereits Ende Juni war bekannt geworden, dass ein 2016 gestorbener Assistenzarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKS in Homburg von 2010 bis 2014 mehrere Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht haben soll. Die Eltern der insgesamt 34 möglicherweise betroffenen Kinder waren erst diesen Sommer darüber informiert worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals wegen der Verdachtsfälle ermittelt - das Verfahren aber nach dem Tod des Arztes eingestellt.

Die "Frankfurter Rundschau" berichtet zudem von Vorwürfen, der Assistenzarzt solle auch in seiner Freizeit als Judotrainer Kinder sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken teilte am Dienstag mit, es habe damals auch Ermittlungen gegeben, die sich auf Kinder bezogen, die Mitglieder dieses Judovereins gewesen seien. Es habe sich aber kein konkreter Verdacht der Begehung einer Straftat durch den Beschuldigten ergeben, sagte ein Sprecher.

Am Mittwoch kommt im saarländischen Landtag der Untersuchungsausschuss "Verdachtsfälle von Missbrauch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Homburg" zum zweiten Mal zusammen. Er will auch untersuchen, wie die zum jeweiligen Zeitpunkt beteiligten Stellen mit Verdachtsmomenten und Anhaltspunkten umgegangen sind.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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