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Familie gesteht Drogengeschäfte auf Reiterhof

Schwerin  

Familie gesteht Drogengeschäfte auf Reiterhof

12.11.2019, 13:27 Uhr | dpa

Familie gesteht Drogengeschäfte auf Reiterhof. Justitia-Figur

Justitia-Figur auf dem Gerechtigkeitsbrunnnen auf dem Römerberg. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Prozess um Drogengeschäfte einer Reiterhof-Familie aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim haben die drei Angeklagten Geständnisse abgelegt. Der 54-jährige Vater räumte am Dienstag vor dem Landgericht Schwerin ein, zwischen 2013 und 2016 etwa 55 Kilogramm Marihuana an einen Nachbarn verkauft zu haben. Bei den 24 Verkäufen habe er insgesamt knapp 250 000 Euro bekommen. Die Cannabispflanzen, aus denen er das Marihuana gewonnen habe, habe er auf seinem Bauernhof in einem Dorf bei Ludwigslust gezüchtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Landwirt allerdings vorgeworfen, in diesem Zeitraum etwa 140 Kilogramm Marihuana für knapp 600 000 Euro verkauft zu haben. Andererseits gestand der Angeklagte, bereits seit 2010 Drogen verkauft zu haben, weswegen er bislang gar nicht angeklagt worden war.

Die 53 Jahre alte Mutter und die 34 Jahre alte Tochter räumten ein, in einigen Fällen das vom Hauptangeklagten bereitgelegte Drogenpaket an den Nachbarn übergeben und das Geld angenommen zu haben. Anfangs hätten sie jedoch nichts vom Drogengeschäft ihres Manns beziehungsweise Vaters gewusst. Das Gericht, die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger hatten sich zu Beginn des Prozesses auf bestimmte Höchststrafen geeinigt, wenn die Angeklagten im Gegenzug umfassende Geständnisse ablegen.

Der Vater sowie der Sohn der Familie sind 2017 bereits wegen ähnlicher Delikte aus den Jahren 2016 und 2017 zu jeweils mehr als vier Jahren Haft verurteilt worden. In dieser Zeit hatten sie den Cannabisanbau in die Halle eines Landwirtschaftsbetriebs in der Nähe von Hagenow verlegt. Für den Vater könnte die Gesamtstrafe nun um etwa zwei Jahre verlängert werden. Zusätzlich wird er voraussichtlich die Einnahmen aus den Drogengeschäften an den Staat abführen müssen. Die Mutter und die Tochter können mit Bewährungsstrafen rechnen. Die Plädoyers werden für Freitag, das Urteil für kommenden Montag erwartet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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