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Reformbewegung: Vorschlag zu Opfer-Entschädigung unbedacht

Trier  

Reformbewegung: Vorschlag zu Opfer-Entschädigung unbedacht

12.11.2019, 14:31 Uhr | dpa

Reformbewegung: Vorschlag zu Opfer-Entschädigung unbedacht. Bischof Stephan Ackermann

Stephan Ackermann, Bischof von Trier. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat sich gegen Überlegungen in der katholische Kirche ausgesprochen, Entschädigungen für Missbrauchsopfer aus Kirchensteuermitteln zu bezahlen. "Wenn klerikale Täter selbst nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden können, so kann es nicht Aufgabe der Kirchenmitglieder sein, über die allgemeinen Kirchensteuergelder für das Versagen der Kirchenleitungen einzustehen", teilte "Wir sind Kirche" am Dienstag mit.

Die Diskussion darüber hat der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für Fragen des sexuellen Missbrauchs, angestoßen. Er erklärte jüngst, bei der angestrebten Neuregelung um höhere Entschädigungszahlungen für Opfer von sexuellem Missbrauch könnte auf Kirchensteuermittel zurückgegriffen werden. Die Debatte darüber sei "notwendig", sagte er und verwies auf die "Solidargemeinschaft" der Kirchenmitglieder.

"Wir sind Kirche" forderte die DBK auf, die von Bischof Ackermann geplante Prüfung, "sofort einzustellen. Entschädigungsleistungen sollten nur aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls bezahlt werden. Wenn einzelne Bistümer dazu nicht in der Lage sein sollten, sei ein Finanzausgleich zwischen den Bistümern zu gewähren.

Der Versuch von Ackermann, mit dem Appell an die Solidargemeinschaft finanzielle Belastungen auf die Kirchenmitglieder zu übertragen, sei vor dem für den 1. Dezember geplanten Beginn des Synodalen Weges "ein immenser Vertrauensschaden für die Zusammenarbeit zwischen Bischöfen und Kirchenmitgliedern", teilte die Bewegung mit. Sein Vorschlag sei auch insofern unbedacht, weil er die Zahl der Kirchenaustritte "noch weiter und zu Recht" in die Höhe treiben würde.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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