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Studie: AfD holte in ehemaligen NPD-Hochburgen viele Stimmen

Jena  

Studie: AfD holte in ehemaligen NPD-Hochburgen viele Stimmen

12.11.2019, 15:46 Uhr | dpa

Studie: AfD holte in ehemaligen NPD-Hochburgen viele Stimmen. Das Logo der AfD auf einem Flyer

Das Logo der AfD auf einem Flyer. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die AfD hat bei der Landtagswahl in Thüringen in Gebieten punkten können, in denen bei der Wahl 2014 die rechtsextreme NPD stark war. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

"Dort, wo schon zur vergangenen Landtagswahl vor fünf Jahren ein erhöhtes Klima von Demokratieverdrossenheit und rechtsextremer Normalisierung existierte, wurde langfristig der Boden für eine erfolgreiche Mobilisierung der AfD bereitet", heißt es in der Studie. Die AfD erreichte bei der Landtagswahl in Thüringen 23,4 Prozent.

Laut der IDZ-Studie holte die AfD auch in jenen Regionen viele Stimmen, in denen 2014 der Nicht-Wähler-Anteil hoch war. Die Partei profitierte maßgeblich von der gestiegenen Wahlbeteiligung.

Für die Studie "Rechtsradikale Landnahme" analysierten die Autoren statistische Einflussfaktoren auf die vorläufigen Wahlergebnisse der Landtagswahl in allen 664 Thüringer Gemeinden. Dafür benutzten sie 18 unterschiedliche wirtschaftliche, demografische und politische Merkmale. Die Daten für die Analyse kamen zum größten Teil vom Thüringer Landesamt für Statistik.

Dabei zeigte sich zum Beispiel, dass die AfD vor allem in schrumpfenden Gemeinden erfolgreich war. Insgesamt trage die demografische und wirtschaftliche Struktur aber nur in geringem Umfang zur Erklärung des Wahlerfolges bei, heißt es in der Studie. Aufschlussreicher sei demnach das politische Raumklima in den Kommunen. "Dort, wo schon zur vergangenen Landtagswahl vor fünf Jahren ein erhöhtes Klima von Demokratieverdrossenheit und rechtsextremer Normalisierung existierte, wurde langfristig der Boden für eine erfolgreiche Mobilisierung der AfD bereitet", heißt es in der Studie.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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