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Positives Echo auf geplante Tesla-Fabrik

Grünheide (Mark)  

Positives Echo auf geplante Tesla-Fabrik

13.11.2019, 10:50 Uhr | dpa

Positives Echo auf geplante Tesla-Fabrik. Tesla

Auf der Motorhaube eines Teslas in einem Ausstellungsraum ist das Logo von Tesla zu sehen. Foto: Christophe Gateau/dpa (Quelle: dpa)

Die geplante Fabrik des Elektroautoherstellers Tesla bei Berlin wäre nach Ansicht von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eine der größten Investitionen in der Geschichte Brandenburgs. "Wir haben uns hier in einem europaweiten Standortwettbewerb durchgesetzt", sagte Woidke am Mittwoch in Potsdam. Die Fabrik soll auf eine Industriefläche in Grünheide (Kreis Oder-Spree) kommen, Baustart soll laut Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) schon im ersten Quartal 2020 sein.

Nach Ansicht von Woidke hat sich Tesla gleich aus mehreren Gründen für Brandenburg und nicht für ein anderes Bundesland oder EU-Land entschieden. "Wir haben den Rohstoff der Zukunft, wir haben erneuerbare Energien in Brandenburg", sagte der Regierungschef. "Wir verbinden hier Klimaschutz mit Wirtschaftsstärke, und das muss das Signal sein in die ganze Welt." Als weitere Vorzüge nannte Woidke die Metropolregion mit Berlin. "Berlin kann vieles, was wir nicht können, aber wir können auch vieles, was Berlin nicht kann." Dazu komme in Brandenburg eine hohe Dichte an Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen - und: "Wir haben Platz."

Grünen-Landeschef Clemens Rostock meldete Wünsche an. "Wir würden uns freuen, wenn in Brandenburg sparsame Modelle für den Alltagsverkehr und keine energiefressenden SUVs produziert würden. Auch erwarten wir, dass Tesla nicht nur geografisch, sondern auch bei den tariflichen Arbeitsbedingungen in Brandenburg ankommt", sagte er.

Von der Brandenburger Linke-Fraktion kamen mahnende Worte mit Blick auf Tesla-Chef Elon Musk. "Leider ist Herr Musk in den USA nicht nur durch positive Visionen aufgefallen, sondern auch durch schlechte Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsfeindlichkeit", teilte der Fraktionsvorsitzende Sebastian Walter mit. Wirtschaftsminister Steinbach sagte allerdings, Tesla habe eine übertarifliche Bezahlung angekündigt.

Die Gewerkschaftsseite betonte hingegen die Vorteile: "Das ist eine gute Nachricht für Brandenburg und die Hauptstadtregion", teilte IG-Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Oliver Höbel, mit. "Wir gehen davon aus, dass die technologische Innovationskraft von Tesla Hand in Hand gehen wird mit der sozialen Innovationskraft von Tarifverträgen und Mitbestimmung als Grundlage für erfolgreiche, nachhaltige Produkte."

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sagte dem rbb Inforadio: "Brandenburg hat Flächen, Berlin wiederum hat die Talente." Es gehe nicht nur um den Produktionsstandort. "Es geht um Design, Innovationszentren und Software, und da ist natürlich Berlin der richtige Standort mit unserer digitalen Industrie und den Fachkräften aus der IT-Branche."

Der Landrat des Oder-Spree-Kreises, Rolf Lindemann (SPD), sieht das Projekt als "Glücksfall für die gesamte Region Ostbrandenburg". "Wir sind ein exzellenter Standort." Der Bürgermeister von Grünheide, Arne Christiani, will neue Arbeitskräfte durch attraktive Angebote an die Region binden. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel in den Bau von Kitas, Schulen und in die medizinische Versorgung investiert."

Die Welcome-Tesla-Initiative aus der Lausitz, die für die Ansiedlung von Tesla warb, zeigte sich erfreut. Die Errichtung der "Gigafactory" im Südosten Brandenburgs weise klar "den Weg in die Lausitz für eine potenzielle Zulieferindustrie", erklärte Ralf Henkler vom Mittelstandsverband BMVW, einer der Initiatoren.

Nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam wächst nun nochmals der Druck auf die Fertigstellung des Flughafens BER mit zusätzlichen Langstreckenverbindungen und besserer Erreichbarkeit.

Berlins IHK-Präsidentin Beatrice Kramm betonte die Vorteile für die Region: "Die Tesla-Ansiedlung wird den Standort im industriellen Bereich der E-Mobilität jetzt einen weiteren großen Schritt voranbringen."

In Brandenburg waren nach dem Mauerfall einige ambitionierte Großvorhaben gescheitert - etwa die Chipfabrik in Frankfurt (Oder) oder das Transportluftschiff Cargolifter. Sie waren mit Millionen vom Land gefördert worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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