Sie sind hier: Home > Regional >

Suche nach Alternative für Sondermülldeponie beginnt

Schwerin  

Suche nach Alternative für Sondermülldeponie beginnt

13.11.2019, 11:58 Uhr | dpa

Suche nach Alternative für Sondermülldeponie beginnt. Deponie Ihlenberg

Die Landesregierung will die Sondermülldeponie Ihlenberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) Ende 2035 schließen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem Beschluss der Schweriner Landesregierung zur Schließung der Sondermülldeponie Ihlenberg bei Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) hat die Suche nach Alternativen begonnen. Da die Erkundungen für einen neuen Standort mindestens zehn Jahre in Anspruch nehmen würden, müsse zügig entschieden werden, ob und wenn ja wann und wo mit einem Verfahren begonnen werden müsse, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch in Schwerin. Die Deponie soll 2035 geschlossen werden.

Backhaus will den Angaben zufolge bereits am Rande der bis Freitag dauernden Umweltministerkonferenz in Hamburg das Gespräch mit seinen Amtskollegen aus dem Entsorgungsgebiet Nord-Ost suchen. Dazu gehören nach Angaben des Schweriner Ministeriums neben Mecklenburg-Vorpommern auch Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Außerdem seien Thüringen und Sachsen zu dem Gespräch eingeladen worden, das dem Vernehmen nach am Donnerstag stattfinden soll.

Aus dem Bereich Nord-Ost stammt der meiste Abfall auf der Deponie Ihlenberg. Von den rund 600 000 Tonnen Müll, die im Jahr 2017 dorthin gebracht wurden, kamen den Angaben zufolge 43 Prozent aus Mecklenburg-Vorpommern und 48 Prozent aus den anderen Bundesländern des Entsorgungsgebietes Nord-Ost. Bei den gefährlichen Abfällen ist die Situation demnach ähnlich: 39 Prozent der angelieferten Menge kam 2017 aus Mecklenburg Vorpommern, 53 Prozent aus den anderen Bundesländern des Entsorgungsgebietes Nord-Ost.

Die Deponie vor den Toren Lübecks gilt mit einer Fläche von 113 Hektar als eine der größten Sondermülldeponien Europas. Seit Inbetriebnahme 1979 landeten dort etwa 20 Millionen Kubikmeter Hausmüll und gewerbliche Abfälle, darunter auch giftige Industrierückstände.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal