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Bündnis für Lehrer-Volksbegehren widerspricht Tullner

Magdeburg  

Bündnis für Lehrer-Volksbegehren widerspricht Tullner

14.11.2019, 13:09 Uhr | dpa

Bündnis für Lehrer-Volksbegehren widerspricht Tullner. Eine Lehrerin zeigt in einer Schule an eine Tafel

Eine Lehrerin zeigt in einer Schule an eine Tafel. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ein erfolgreiches Volksbegehren für mehr Lehrer hat nach Einschätzung der Initiatoren nicht so drastische Auswirkungen wie vom Bildungsminister behauptet. Es solle nur eine Personalsituation hergestellt werden, die es in Sachsen-Anhalt schon einmal gab, sagte die Chefin der Lehrergewerkschaft GEW, Eva Gerth, am Donnerstag. Sie warf dem Bildungsministerium vor, die Einstellungszahlen absichtlich zu hoch zu berechnen.

Nach Einschätzung der GEW müssten etwa 1600 zusätzliche Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter eingestellt werden. Minister Marco Tullner (CDU) sprach davon, dass die Pläne des Volksbegehrens rund 3600 zusätzliche Vollzeitstellen erforderten.

Das Bündnis aus GEW, Lehrern, Eltern, Schülern sowie der Linkspartei will durchsetzen, dass es künftig einen gesetzlich festgelegten Personalschlüssel an Schulen gibt, der direkt an die Schülerzahl gekoppelt ist. Dafür starten sie ein Volksbegehren. Von Januar an müssen sie schätzungsweise 165 000 Unterschriften sammeln.

Bundesweit werden seit einigen Jahren händeringend Lehrkräfte gesucht. Sachsen-Anhalt baut Personal auf, kann aber regelmäßig nicht alle ausgeschriebenen Stellen besetzen. Bildungsminister Tullner bestreitet, dass ein Volksbegehren daran etwas ändert. "Wir haben nicht zu wenig Stellen oder Geld, sondern zu wenig Bewerber."

Am Mittwoch stellte er die Folgen vor, die sich aus Sicht des Ministeriums ergeben. Demnach müsste das zusätzliche Personal mangels Übergangsregelung binnen weniger Wochen eingestellt werden. Zudem fürchtet Tullner, dass der Personalschlüssel zu unerwünschten Schließungen kleiner Schulen auf dem Land führen könnte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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