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Kleine Gemeinden: Landkreistag gegen angeordnete Fusionen

Wiesbaden  

Kleine Gemeinden: Landkreistag gegen angeordnete Fusionen

15.11.2019, 01:23 Uhr | dpa

Kleine Gemeinden: Landkreistag gegen angeordnete Fusionen. Bernd Woide

Bernd Woide (CDU), Präsident des Hessischen Landkreistages. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Der Präsident des hessischen Landkreistages, Bernd Woide, ist gegen angeordnete Zusammenschlüsse von kleinen Kommunen in Hessen. Das kommunale Leben werde zwar immer komplexer und es werde für kleine Gemeinden immer schwieriger, Verwaltungsdienstleistungen zu erbringen, sagte der Fuldaer CDU-Landrat am Freitag bei der Jahrestagung des Landkreistags in Wiesbaden. Eine große Gebiets- und Verwaltungsreform wie etwa in Nordrhein-Westfalen "ist aber nicht der hessische Weg".

Woide sprach sich stattdessen für eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit aus. Gerade im ländlichen Raum hätten kleine Kommunen auch eine identitätsstiftende Bedeutung. "Da kennt man den Bürgermeister und den Ortsvorsteher. Das ist auch ein Wert an sich." Er sei daher für die punktuelle Zusammenarbeit von Gemeinden.

Innenminister Peter Beuth (CDU) verwies bei dem Treffen auf ein Förderprogramm des Landes für die interkommunale Zusammenarbeit. So könnten Kosten gespart, Leistungen für die Bürger verbessert und zur Stärkung des ländlichen Raums beigetragen werden. Die Landkreise könnten bei dem Prozess eine wichtige Rolle spielen.

Der Landesrechnungshof hatte jüngst mehr freiwillige Fusionen von kleinen Kommunen angemahnt. Rund die Hälfte der 444 hessischen Kommunen hätten weniger als 8000 Einwohner. Langfristig sei aber erst ab dieser Einwohnerzahl eine wirtschaftliche Verwaltung überhaupt möglich, begründete Präsident Walter Wallmann seinen Vorstoß.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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