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Kriegsopferversorgung: Zahl der Bezieher nur dreistellig

Rostock  

Kriegsopferversorgung: Zahl der Bezieher nur dreistellig

15.11.2019, 07:10 Uhr | dpa

Kriegsopferversorgung: Zahl der Bezieher nur dreistellig. Kriegsgräber

Grabsteine in Kreuzform stehen auf einem Kriegsgräberfeld auf einem Friedhof. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Zahl der Menschen mit einer Kriegsopferversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Zu Beginn der 1990er Jahre waren es rund 43 000 Menschen, die eine solche Rente bezogen. Ende Oktober 2019 war ihre Zahl auf 990 gesunken, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) auf Anfrage berichtete. Am Sonntag ist Volkstrauertag. Der Tag gilt dem Gedenken an die Millionen Toten der beiden Weltkriege sowie an die Opfer von Kriegen und Konflikten nach 1945 bis in die heutigen Tage.

Mit Stand Oktober sei erstmals die Zahl der Bezieher von Kriegsopferversorgung nur noch dreistellig. Das Amt betreue aktuell 468 Kriegsbeschädigte, 509 Witwen und Witwer sowie 13 Kriegswaisen. Entsprechend dem Absinken der Zahl der Bezieher sei auch die Zahl der Betreuer geringer geworden, sagte Lagus-Chef Heiko Will. Anfang der 90er-Jahre haben sich noch etwa 100 Mitarbeiter um dieses Aufgabengebiet gekümmert, heute seien es ein bis zwei Beschäftigte. Zu den wichtigsten Aufgaben gehöre die Versorgung der betroffenen Personen mit Hilfsmitteln oder Zahnersatz, für ergotherapeutische und logopädische Behandlungen sowie für Badekuren.

"Wir haben eine moralische Verpflichtung den Menschen gegenüber, die vor rund 75 Jahren Opfer des furchtbaren Zweiten Weltkriegs geworden sind", betonte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). Die rückläufige Zahl verdeutlicht nach ihrer Ansicht aber auch die lange Zeit des Friedens in Europa. Das geeinte Europa sei das größte Friedensprojekt dieser Zeit. "Das sollten gerade wir in Deutschland nie aus dem Blick verlieren und die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft als Mahnung ansehen, dass solche Greuel sich niemals wiederholen dürfen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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