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Trockenheit wird auch Nationalpark Eifel verändern

Schleiden  

Trockenheit wird auch Nationalpark Eifel verändern

16.11.2019, 09:15 Uhr | dpa

Trockenheit wird auch Nationalpark Eifel verändern. Ein Schild steht am Rande des Nationalparks

Ein Schild mit der Aufschrift "Nationalpark Eifel" steht am Rande des Nationalparks. Foto: Oliver Berg/dpa (Quelle: dpa)

Der Naturwaldforscher Peter Meyer geht davon aus, dass sich auch der Nationalpark Eifel infolge des Klimawandels verändern wird. An Standorten mit schlechteren Böden, Hang- oder Südlage seien die Buchen stressanfälliger für Trockenheit und könnten absterben, sagte der Waldexperte der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen vor einer wissenschaftlichen Vortragsreihe im Nationalpark Eifel am Samstag in Schleiden.

An solchen Stellen werde sich unbeeinflusst vom Menschen eine neue Generation von Bäumen entwickeln. Es werde eine stärkere Verschiebung hin zu Arten geben, die die Trockenheit besser vertragen, wie etwa Linde, Birke oder Eiche. An guten Standorten könnten auch weiterhin noch Buchen wachsen. Aber vieles bei dieser Entwicklung hänge vom Ausmaß der Erderwärmung ab.

Der Nationalpark Eifel südlich von Aachen schützt den Buchenwald. Das 110 Quadratkilometer große Schutzgebiet soll sich über Generationen zu einem vom Menschen weitgehend unberührten Buchenwald entwickeln. Anders als in anderen Wäldern Nordrhein-Westfalens wird der Mensch nicht eingreifen, wenn hier Bäume absterben. Der Wald muss das dann selbst regeln.

Obwohl die Buche als der natürliche Hausbaum in Deutschland gilt, weil sie hier gute Standortbedingungen hat, ist sie nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz NRW auch in Nordrhein-Westfalen durch die Trockenheit geschädigt. In Nationalpark-Bereichen, wo Buchen absterben, "muss man der Natur zugestehen, dass sie andere Lösungen findet als wir uns das erst mal vorstellen", sagte Meyer.

Bei der Tagung am Samstag sollten Vorträge zu übergeordneten Themen wie Biodiversität und Klimawandel gehalten werden mit Aspekten wie Artenvielfalt und Langzeitbeobachtung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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