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Pegel sieht 1000-Meter-Abstand für Windräder gelassen

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Pegel sieht 1000-Meter-Abstand für Windräder gelassen

18.11.2019, 10:53 Uhr | dpa

Pegel sieht 1000-Meter-Abstand für Windräder gelassen. Christian Pegel (SPD)

Christian Pegel (SPD), Landes-Infrastrukturminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD) sieht die vom Bundeswirtschaftsministerium geplante bundesweit einheitliche Abstandsregelung von 1000 Metern für Windräder zu Wohnsiedlungen gelassen. "In Mecklenburg-Vorpommern werden bereits seit vielen Jahren bei der Ausweisung von Windeignungsgebieten 1000 Meter Abstand zu im Zusammenhang bebauten Wohnsiedlungen eingehalten", erklärte Pegel am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb würde eine solche Regelung nach unserer Einschätzung bei uns im Land nichts grundsätzlich ändern."

Die Umweltminister der Länder - darunter auch Till Backhaus (SPD) - hatten dagegen auf ihrer Konferenz in Hamburg vergangene Woche eine bundesweite Vorgabe zum Mindestabstand beim Bau von Windkraftanlagen einstimmig abgelehnt. Vor einer abschließenden Einschätzung der geplanten Regelung will Pegel die endgültige Fassung des Bundes abwarten. "In den Details scheint es noch differenzierte Lösungsvorschläge der verschiedenen Bundesministerien zu geben." Für eine seriöse Bewertung der Einflüsse auf das Land sei ein geeinter Entwurf des Bundes nötig. Laut Bundeswirtschaftsministerium sollen bereits fünf nebeneinander stehende Häuser als Wohnsiedlung gelten.

In anderen Bundesländern ist die Kritik an den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hingegen groß. So erklärte Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) am Wochenende: "Für Niedersachsen werden wir die 1000 Meter Abstand nicht annehmen und von den Ausstiegsmöglichkeiten Gebrauch machen." Auch Energie- und Wirtschaftsverbände sowie der DGB sehen den geplanten Mindestabstand kritisch.

Der Ausbau der Windkraft an Land ist in diesem Jahr fast zum Erliegen gekommen. Hauptgründe sind lange Genehmigungsverfahren, zu wenig ausgewiesene Flächen und viele Klagen. Vor Ort gibt es viele Bürgerinitiativen gegen Windräder. Neue Windräder sind inzwischen mehr als 200 Meter hoch.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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