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Kinderpornos: Verurteilter Lehrer verliert Beamtenstatus

Schleswig  

Kinderpornos: Verurteilter Lehrer verliert Beamtenstatus

18.11.2019, 13:38 Uhr | dpa

Schleswig dpa/lno) - Ein 2014 in den USA verurteilter und dort in Haft sitzender Lehrer aus Schleswig-Holstein verliert wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften seinen Status als Beamter. Dies entschied der für Disziplinarsachen zuständige 14. Senat des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts (OVG), wie das Gericht am Montag mitteilte.

Der seit 1999 im Landesdienst stehende Lehrer war im Oktober 2014 in den USA wegen geplanten sexuellen Missbrauchs von Kindern unter anderem zu mehr als 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann hatte sich schuldig bekannt, bei einem vermeintlichen Vermittler mehrere Termine für Sex mit Mädchen zwischen fünf und elf Jahren in Mexiko gebucht zu haben. Dafür war er im Juni 2013 in den Süden der USA gereist, um seinen Ansprechpartner zu treffen. Er wurde direkt am Flughafen festgenommen. Bei dem vermeintlichen Organisator handelte es sich in Wirklichkeit um einen verdeckten Ermittler der Polizei.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Lehrers im August 2013 wurden Hunderte kinderpornografische Bild- und Videodateien gefunden. Im Rahmen des vom Bildungsministerium verfolgten Disziplinarverfahrens stützte der OVG-Senat seine Entscheidung allein auf den Besitz dieser Schriften. Der in den USA verhandelte Handlungskomplex sei für die Art und Höhe der zu erwartenden Disziplinarmaßnahme nicht mehr ins Gewicht gefallen, teilte das OVG mit. "Allein der festgestellte Besitz von Kinderpornografie reichte aus, um die höchste disziplinarische Maßnahme, die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis, auszusprechen." Die Revision wurde nicht zugelassen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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