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Kauf durch Jugendlichen: Tierschutzverein will Kälber retten

Dettingen an der Erms  

Kauf durch Jugendlichen: Tierschutzverein will Kälber retten

22.11.2019, 13:29 Uhr | dpa

Nachdem ein Jugendlicher nahe Konstanz 40 Kälber gekauft hat, will ein Verein die überlebenden Tiere retten. Die Kälber sollten davor bewahrt werden, geschlachtet und gegessen oder in der Milchproduktion ausgebeutet zu werden, sagte der Vorsitzende von Animal Pride, Christof Stelz, am Freitag. Der Verein aus dem benachbarten schweizerischen Kreuzlingen will demnach versuchen, die Kälber vom Veterinäramt abzukaufen. Rund 20 Unterstützer hätten sich bisher gemeldet, um beim Erwerb der Tiere zu helfen oder eine Patenschaft für eines der Kälber zu übernehmen. Wie hoch die Kosten sein werden, könne man derzeit noch nicht abschätzen, sagte Stelz. Zuvor hatte der "Südkurier" berichtet.

Die Tiere waren am vergangenen Samstag mit einem Tiertransport aus Niedersachsen auf einen leerstehenden Hof nahe Konstanz geliefert worden. Ein 17-Jähriger hatte sie zum Preis von 1500 Euro über ein Internet-Kleinanzeigenportal gekauft. Der "Bild"-Zeitung (Mittwoch) sagte der Jugendliche, er habe die Kälber großziehen wollen: "Rinder sind meine Lieblingstiere." Zeugen waren nach Angaben der Polizei auf die Tiere aufmerksam geworden, die ohne Wasser, Milch und Futter untergebracht waren. Die Beamten fanden auf dem Gelände zwei tote Kälber, zehn weitere mussten wegen ihres schlechten Gesundheitszustands eingeschläfert werden.

Derzeit würden die Tiere auf einem Hof im Landkreis Konstanz aufgepäppelt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Wenn sie wieder zu Kräften gekommen seien, sollten sie verkauft werden, um mit dem Erlös die entstandenen Kosten zu bezahlen. Sowohl gegen den 17-Jährigen als auch gegen den mutmaßlichen Händler sowie den Spediteur der Tiere ermitteln die Behörden wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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