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Polizei zieht Bilanz: Hunderte bei Gentest im Mordfall Ruf

Grevenbroich  

Polizei zieht Bilanz: Hunderte bei Gentest im Mordfall Ruf

25.11.2019, 12:49 Uhr | dpa

Polizei zieht Bilanz: Hunderte bei Gentest im Mordfall Ruf. DNA-Spurensicherungsröhrchen

DNA-Spurensicherungsröhrchen bei einem Reihengentest. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Polizei zieht eine positive Bilanz nach dem Massen-Speicheltest im Mordfall Claudia Ruf: 675 von 800 aufgerufenen Männern haben am Wochenende eine DNA-Probe abgegeben. Außerdem gingen bei der Aktion in der Grundschule in Hemmerden auch neue Hinweise zu dem 23 Jahre zurückliegenden Fall ein. Das sagte ein Sprecher der Polizei Bonn am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zur Anzahl und zum Inhalt der Hinweise wollte sich die Polizei nicht äußern.

Die zu dem Test geladenen Männer waren zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 70 Jahre alt und lebten im Grevenbroicher Ortsteil Hemmerden. Am kommenden Wochenende folgt ein zweiter Massen-Speicheltest, bei dem weitere Männer ihre DNA-Proben abgeben können. Zwar sei niemand verpflichtet, zu dem Test zu gehen, allerdings werde im Einzelfall geprüft, ob ein Richter eine Untersuchung anordnen könne.

Am Wochenende gaben außerdem auch einige Männer eine Speichelprobe ab, die von der Polizei nicht zu dem Test gebeten worden waren, weil sie beispielsweise zur Tatzeit im Nachbarort lebten. Die Proben sollen nun in den kommenden Wochen ausgewertet werden. Insgesamt könne das rund zwei Monate dauern, so die Polizei.

Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 bei einem Spaziergang in ihrem Heimatort Grevenbroich-Hemmerden entführt und sexuell missbraucht worden. Ihre Leiche wurde etwa 70 Kilometer weiter auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Nun wurde der Fall wieder aufgerollt, weil Profiler neue Hinweise sahen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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