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Prozess um Stoß in die Oder: Angeklagte voll schuldfähig

Frankfurt (Oder)  

Prozess um Stoß in die Oder: Angeklagte voll schuldfähig

27.11.2019, 02:43 Uhr | dpa

Prozess um Stoß in die Oder: Angeklagte voll schuldfähig. Angeklagte im Prozess um versuchten Mord

Eine der beiden Angeklagten im Landgericht in Frankfurt (Oder). Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Prozess um einen lebensgefährlichen Stoß in die Oder hat der psychiatrische Gutachter am Mittwoch der 19 Jahre alten Angeklagten volle Schuldfähigkeit bescheinigt. Die junge Frau habe zwar Entwicklungsdefizite und eine Persönlichkeitsstörung, diese sei jedoch nur leicht ausgeprägt, sagte er am 5. Verhandlungstag am Landgericht Frankfurt (Oder). Aufgrund langjähriger Alkohol- und Drogensucht empfahl der Gutachter für die 19-Jährige eine mehrjährige Unterbringung im Maßregelvollzug.

In dem Verfahren müssen sich zwei 31 und 19 Jahre alte Frauen wegen versuchten Mordes verantworten. Durch schriftliche, von den Verteidigern verlesene Erklärungen hatten sie im Prozess zugegeben, ihr 34 Jahre altes Opfer am 7. Januar dieses Jahres gemeinsam mit anderen Beteiligten stundenlang gequält und es anschließend in die Oder gestoßen zu haben, um es zu töten. Die malträtierte und unter Drogen gesetzte junge Frau war zunächst durch die starke Strömung abgetrieben, hatte sich aber selbst aus dem Grenzfluss retten können.

Im Prozess wurde am Mittwoch auch das gerichtsmedizinische Gutachten verlesen. Demnach hatte die 34-Jährige durch die Misshandlungen am ganzen Körper und Kopf Blessuren davon getragen. Eine akute Lebensgefahr habe für sie durch den Stoß in die Oder nicht bestanden, hieß es. Gleichwohl sei die Situation lebensbedrohlich gewesen, denn bei nicht rechtzeitiger Rettung aus dem nur drei Grad kalten Wasser hätte sie an Unterkühlung oder durch Ertrinken sterben können. Am nächsten Verhandlungstag kommenden Montag werden in dem Verfahren Plädoyers und Urteil erwartet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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