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WWF: Aiwangers Wasserkraftplan gefährdet Zukunft von Flüssen

Weilheim in Oberbayern  

WWF: Aiwangers Wasserkraftplan gefährdet Zukunft von Flüssen

29.11.2019, 05:18 Uhr | dpa

WWF: Aiwangers Wasserkraftplan gefährdet Zukunft von Flüssen. Hubert Aiwanger (Freie Wähler)

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), bayerischer Wirtschaftsminister, spricht im Landtag. Foto: Peter Kneffel/dpa (Quelle: dpa)

Der von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger angekündigte Ausbau der Wasserkraftwerke gefährdet nach Ansicht der Naturschutzorganisation WWF die Zukunft der bayerischen Flüsse. "Statt eines Neubaus von Kraftwerken müssen wir endlich den Rückbau von Barrieren in unseren Flüssen forcieren und mehr freie Fließstrecken schaffen", sagte Wolfgang Hug, Leiter des WWF-Büros in Weilheim. Fast alle der rund 4200 Wasserkraftwerke im Freistaat seien kleine Anlagen mit einer Leistung von weniger als einem Megawatt. "Sie produzieren lediglich 1,5 Prozent des bayerischen Stroms, blockieren unsere Flüsse aber an über 4000 Standorten."

Freie Wähler-Chef Aiwanger hatte am Mittwoch in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt, unter anderem auch die Wasserkraft im Freistaat ausbauen zu wollen. Bis 2022 soll die Energiegewinnung um rund eine Terawattstunde gesteigert werden. So will Aiwanger erreichen, dass Bayern auch nach dem Abschalten der Atomkraftwerke 2022 seinen Energiebedarf weitgehend eigenständig decken kann.

Deutschlandweit seien nur noch sieben Prozent der Flüsse in einem guten ökologischen Zustand. Für Bayern treffe dies immerhin noch auf 14 Prozent der Flüsse zu, teilte WWF weiter mit. Aus diesem Grund sei die Ausbauankündigung für die Wasserkraft ein "schlechtes Signal der Politik für den Gewässerschutz", sagte Hug. Der Schutz lebendiger Flüsse als Schatzkammer der Artenvielfalt sei bisher sträflich vernachlässigt worden. "Sollen bis 2027 alle Flüsse in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden, wie es die europäische Wasserrahmenrichtlinie vorschreibt, müsse die Gewässerrenaturierung massiv vorangebracht werden."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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