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Kippa vom Kopf gerissen: Polizei ermittelt Verdächtigen

Freiburg im Breisgau  

Kippa vom Kopf gerissen: Polizei ermittelt Verdächtigen

29.11.2019, 12:23 Uhr | dpa

Kippa vom Kopf gerissen: Polizei ermittelt Verdächtigen. Samuel K.

Samuel K., dem die Kippa vom Kopfgerissen wurde, auf dem Platz der Alten Synagoge. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der mutmaßlich antisemitische Übergriff auf einen 19-Jährigen in einem Freiburger Fitnessstudio hatte für Empörung gesorgt - nun hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Der 23-Jährige soll Anfang November dem jungen Mann jüdischen Glaubens dessen Kippa vom Kopf gerissen haben. Das ist die traditionelle jüdische Kopfbedeckung. Außerdem soll er ihn beleidigt haben. Der verdächtige Deutsche ist der Polizei schon bekannt, sie ermittelte mehrfach wegen Körperverletzung gegen ihn, wie sie am Freitag mitteilte.

Die Angaben des 19-Jährigen, Informationen aus der Datenbank des Fitnessstudios und Zeugenhinweise brachten die Ermittler auf die Spur des 23-Jährigen, wie eine Polizeisprecherin erklärte. Nach Abschluss der Ermittlungen würden die Akten der Staatsanwaltschaft übergeben. Die entscheide dann über weitere Schritte.

Politiker hatten den Vorfall scharf verurteilt. Der 19-Jährige selbst rief zur Zivilcourage auf. Es brauche in Deutschland eine Debatte über Judenfeindlichkeit und eine größere Sensibilität für das Thema, sagte er damals der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des Innenministerium wurden in diesem Jahr bis Ende September 89 antisemitische Straftaten in Baden-Württemberg registriert. Im Jahr 2018 waren es insgesamt 136 Straftaten. Aber nicht jede antisemitische Handlung falle unter einen Straftatbestand und nicht alle Taten würden angezeigt, hieß es Anfang November vom baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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