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Theologie-Professor Johann Baptist Metz ist tot

Münster  

Theologie-Professor Johann Baptist Metz ist tot

03.12.2019, 11:52 Uhr | dpa

Theologie-Professor Johann Baptist Metz ist tot. Theologie-Professor Johann Baptist Metz

Theologie-Professor Johann Baptist Metz. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Münsteraner Theologie-Professor Johann Baptist Metz ist tot. Er starb am Montag im Alter von 91 Jahren in Münster, wie die Universität Münster am Dienstag bestätigte. Metz hatte sich als Begründer der politischen Theologie ("Theologie nach Auschwitz") weltweite Anerkennung erworben. Der in der Oberpfalz geborene Metz lehrte von 1963 bis 1993 an der katholisch-theologischen Fakultät der Uni Münster und war Mitglied im Gründungsausschuss der Universität Bielefeld.

Der Theologe war als Berater der deutschen Bischöfe und des Vatikans ein gefragter Experte. Seit 1965 war er Mitbegründer und Mitherausgeber der internationalen theologischen Zeitschrift "Concilium". 2018 ehrte ihn Nordrhein-Westfalen mit dem Verdienstorden des Landes und hob dabei seine Verdienste für den christlich-jüdischen Dialog hervor.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigte Metz am Dienstag in einer Stellungnahme als einen der weltweit bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. "Mit ihm verlieren wir einen Theologen von Weltrang, eine starke Stimme für den christlich-jüdischen Dialog und einen herausragenden Vordenker aus Nordrhein-Westfalen", sagte Laschet laut Mitteilung der NRW-Staatskanzlei. Nordrhein-Westfalen verliere einen seiner großen Denker und warmherzigen Menschen, sagte der CDU-Politiker.

Nach Auffassung der Reformbewegung "Wir sind Kirche" verliert die römisch-katholische Weltkirche mit dem Tod von Metz einen der profiliertesten und einflussreichsten Theologen der Gegenwart. "An dem bis heute wegweisenden Dokument "Unsere Hoffnung" der Würzburger Synode von 1971 bis 1975 wirkte Metz, ein Schüler des weltbekannten Jesuiten Karl Rahner, federführend mit", teilte die Bewegung mit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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