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Schwerbehinderte profitieren weniger auf dem Arbeitsmarkt

Halle (Saale)  

Schwerbehinderte profitieren weniger auf dem Arbeitsmarkt

03.12.2019, 12:14 Uhr | dpa

Schwerbehinderte profitieren weniger auf dem Arbeitsmarkt. Mitarbeiter im Rollstuhl bei Montagearbeiten

An einem Arbeitsplatz für Motorklemmen arbeitet ein Mitarbeiter im Rollstuhl. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Schwerbehinderte haben vom positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt weniger profitiert als viele andere. In den vergangenen zehn Jahren seien die Arbeitslosenzahlen insgesamt um die Hälfte zurückgegangen, die der schwerbehinderten Arbeitslosen aber nur um knapp 30 Prozent, teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Halle mit. Anlass ist der "Internationale Tag der Menschen mit Behinderung".

Schwerbehinderte seien im Schnitt zweieinhalb Monate länger arbeitslos, obwohl sie vergleichsweise besser qualifiziert seien. Im Jahresschnitt 2018 seien im Land 3870 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, hieß es weiter.

Der Chef der Regionaldirektion, Kay Senius, sagte, Schwerbehinderte seien noch immer mit Berührungsängsten und Vorurteilen beschwert. Ihre Beschäftigung sei eine Frage der Haltung. "Unternehmen nutzen die Fördermöglichkeiten zu wenig oder scheuen vielleicht den Anpassungsbedarf am Arbeitsplatz. Dadurch entgeht ihnen allerdings dringend benötigtes Fachpersonal."

Besonders schlecht steht Sachsen-Anhalt den Angaben zufolge im bundesweiten Vergleich bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen da. Nur 3,4 Prozent aller Arbeitsplätze seien im Jahr 2017 mit Beschäftigten aus dieser Personengruppe besetzt gewesen - 0,1 Prozentpunkte weniger als zehn Jahre vorher.

In Sachsen und Rheinland-Pfalz, die auf dem vorletzten Platz des Bundesländervergleichs landeten, waren es je 4,1 Prozent. Der Bundesschnitt lag bei 4,6 Prozent, wie die Regionaldirektion weiter mitteilte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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