Sie sind hier: Home > Regional >

BUND zum Weltbodentag: Ackerböden funktionieren nicht mehr

Schwerin  

BUND zum Weltbodentag: Ackerböden funktionieren nicht mehr

03.12.2019, 13:30 Uhr | dpa

BUND zum Weltbodentag: Ackerböden funktionieren nicht mehr. Burkhard Roloff

Burkhard Roloff, Agrarexperte des BUND Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die landwirtschaftlichen Böden in Mecklenburg-Vorpommern funktionieren nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) nicht mehr. "In zu nassen Jahren können sie das Wasser nicht ausreichend speichern und in zu trockenen Jahren das gespeicherte Wasser, vor allem aus dem Unterboden, nicht nachliefern", sagte der Agrarexperte des BUND Mecklenburg-Vorpommern, Burkhard Roloff, am Dienstag anlässlich des seit 2005 jährlich am 5. Dezember begangenen Weltbodentags.

Die Hauptursache sieht Roloff im geringen Humusgehalt der Böden. Folgen seien ein zunehmender Bodenabtrag durch Wind und Wasser, die Erosion, sowie die Bodenverdichtung und geringere Ernteerträge. "Seit fast zwei Jahren liegt das Landesprogramm für Bodenschutz vor - und nichts passiert", kritisierte Roloff. Das Programm müsse endlich umgesetzt werden, um den sogenannten guten Bodenzustand der Äcker, Wiesen und Weiden zu erhalten oder wiederherzustellen.

Das Bodenschutzprogramm war schon 2002 im Koalitionsvertrag der damals rot-roten Landesregierung vereinbart worden. Im ersten Schritt wurde ein Bodenbericht veröffentlicht, 2018 wurden die Böden bewertet und Ziele formuliert. Nun steht noch ein dritter Teil mit Maßnahmen und Handlungsempfehlungen aus. Roloff fordert konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige Bodennutzung, angefangen bei angepassten Fruchtfolgen, der Schlagaufteilung und Kompostwirtschaft bis hin zur Pflanzung mehrreihiger Feldhecken oder der Umstellung auf Ökolandbau.

Nach Ansicht des BUND ist eine qualifizierte und flächendeckende Beratung durch spezielle Boden-Berater nötig. Roloff regte ein landesweites Netzwerk von Demonstrationsbetrieben für Bodenschutz an, wo Landwirte praktischen Bodenschutz erleben könnten. Das Netzwerk sollte aus Agrar- und Gartenbaubetrieben bestehen, die sich durch besonders bodenschonende Bewirtschaftungsweisen auszeichnen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal