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Unternehmen beklagen Fachkräftemangel und langsames Internet

Halle (Saale)  

Unternehmen beklagen Fachkräftemangel und langsames Internet

04.12.2019, 02:12 Uhr | dpa

Unternehmen beklagen Fachkräftemangel und langsames Internet. Ein Dachdecker während der Arbeit

Ein Dachdecker während der Arbeit. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Für viele Unternehmen aus Sachsen-Anhalt und Sachsen sind zu wenige gut ausgebildete Arbeitskräfte in den vergangenen Jahren ein immer größeres Problem geworden. Das Handwerk, das industrielle Baugewerbe und die Industrie haben die größten Probleme mit dem Fachkräftemangel, wie aus einer Analyse der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern aus den Regionen Leipzig, Halle und Dessau hervorgeht. An der am Mittwoch vorgestellten Umfrage zur Standortzufriedenheit waren Angaben der Kammern zufolge rund 1400 Unternehmen beteiligt.

Im Vergleich zur vergangenen Analyse aus dem Jahr 2014 stieg die Unzufriedenheit mit dem Mangel an gut ausgebildeten Arbeitern von allen Faktoren am deutlichsten. Als wichtigste von den 48 abgefragten Faktoren wurden eine gute Breitbandanbindung sowie zuverlässige Netzabdeckung genannt. In diesen beiden Bereichen ist die Zufriedenheit der Unternehmen besonders gering. Auch in Bezug auf den Fachkräftemangel trifft das den Angaben zufolge zu.

Der Präsident der Handwerkskammer Halle betonte, dass viele Betriebe gerne mehr Aufträge annehmen würden. Dies sei aber nicht möglich, weil es nicht genügend Arbeiter gebe. "Der Markt gibt es nicht her", sagte er. Zudem gingen viele Handwerker bald in Rente.

Bei der Veranstaltung wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Standortfaktoren für Großunternehmen nicht ausreichten. Eine Ansiedlung von Unternehmen wie Tesla wäre in der Region nicht denkbar gewesen. Tesla-Chef Elon Musk hatte im November überraschend angekündigt, dass der Elektroauto-Hersteller seine europäische Fabrik in Brandenburg bauen will. Verantwortliche hoffen auf bis zu 8000 Jobs.

Zum einen gebe es in der Region keine Gewerbeflächen, die groß genug für ein solches Projekt seien. Zudem müsse der Nahverkehr ausgebaut werden, es brauche mehr Straßen und Fahrradwege seien nur unzureichend vorhanden, um etwa die zu erwartenden Pendlerzahlen bewältigen zu können.

Als positive Standortfaktoren in und um Leipzig, Halle und Dessau wurden in der Studie eine "in vielerlei Hinsicht hohe Lebensqualität", eine gute Versorgungssicherheit mit Strom und zufriedenstellende überregionale Verkehrsanbindungen genannt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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