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Reihenweise Luxusautos gestohlen: Bande in U-Haft

Minden  

Reihenweise Luxusautos gestohlen: Bande in U-Haft

04.12.2019, 15:10 Uhr | dpa

Reihenweise Luxusautos gestohlen: Bande in U-Haft. Polizisten

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Eine Bande, die sich in NRW auf den Diebstahl von Luxusautos spezialisiert hatte, ist nach langen Ermittlungen zerschlagen worden. Drei Tatverdächtige - 19, 41 und 44 Jahre alt - wurden in Minden festgenommen und sitzen in U-Haft, wie die Polizei in Paderborn am Mittwoch mitteilte. Mindestens 20 Autodiebstähle sollen auf ihr Konto gehen. Der Wert der Fahrzeuge wurde mit einer Million Euro beziffert. Es seien noch weitere, bislang unbekannte Täter parallel aktiv.

Das litauische Trio hatte es den Angaben zufolge auf Luxuskarossen mit "Keyless-Go-Systemen" abgesehen. Dabei öffnet sich ein Auto schon, wenn der Fahrer mit der Schlüsselkarte sich nur nähert. Ein Zündschlüssel zum Motorstarten ist oft nicht mehr nötig. Die Bande setzte sogenannte Funkstreckenverlängerer ein. Damit fingen die Männer die Funksignale von im Haus deponierten Autoschlüsseln auf - und konnten die Fahrzeuge so aktivieren.

Die Polizei kam den Verdächtigen auf die Spur, als diese im Juli 2018 in Paderborn einen Wagen zwar starten konnten, der aber kurz darauf damit liegenblieben. In dem Auto ließen sich Spuren sichern, die zum ersten Tatverdächtigen führten - einem wegen schweren Diebstahls bereits Vorbestraften. In der vergangenen Wochen observierte eine Spezialeinheit die mutmaßlichen Autodiebe. Als die Männer einen gestohlenen Wagen in Minden in einer Halle versteckten, schlugen die Ermittler zu. Sie fanden auch weitere, teils schon zerlegte Luxuswagen.

Ihr Diebesgut transportierte die Bande laut Polizei ins östliche Ausland. Die Täter in dem internationalen, kriminellen Geschäft arbeiteten mit modernster Technik. Autobesitzer sollten ihre Schlüssel nie direkt an Haus- oder Wohnungstür ablegen und das Funksignal abschirmen, etwa mit einer Aluminiumhülle.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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