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Linke: Fördermaßnahmen werden zu oft abgelehnt

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Linke: Fördermaßnahmen werden zu oft abgelehnt

04.12.2019, 15:37 Uhr | dpa

Linke: Fördermaßnahmen werden zu oft abgelehnt. Simone Oldenburg (Linke)

Die Chefin der Linksfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Fast die Hälfte aller Anträge auf sonderpädagogische Förderung ist im vergangenen Schuljahr in Mecklenburg-Vorpommern abgelehnt worden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg nannte das am Mittwoch einen Skandal und sprach von "Inklusion nach Kassenlage". Weniger amtlich festgestellter Förderbedarf bedeute weniger zusätzliche Stunden und damit eine Ersparnis, die allerdings auf Kosten der Kinder gehe. Eine Sprecherin des Bildungsministeriums wies die Kritik als "falsch und populistisch" zurück.

Nach Oldenburgs Ansicht ist nicht nachvollziehbar, warum die Anträge in so vielen Fällen negativ beschieden werden. "Damit erhalten auch weiterhin fast 1200 Kinder, die Schwierigkeiten beim Lernen, im Verhalten oder mit der Sprache haben, nicht die Förderung, die sie brauchen, um den Anschluss nicht zu verpassen." Oldenburg betonte: "Die Lehrkräfte stellen die Anträge doch nicht aus Jux und Tollerei. Sie kennen vielmehr die Schwächen und Stärken der Schülerinnen und Schüler im Lernalltag ganz genau."

Das Bildungsministerium betonte unterdessen: Die Feststellung eines Förderbedarfs sei eine Einzelfallentscheidung, die der zentrale Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) auf Basis landeseinheitlicher Vorgaben treffe. "Es kann dabei nicht darum gehen, so viele oder so wenige Anträge wie möglich zu bewilligen", erklärte eine Sprecherin. "Zu behaupten, solche Entscheidungen würden "nach Kassenlage" fallen, ist falsch und populistisch", sagte sie. "Wenn die Quote der sonderpädagogischen Förderung sinkt, verringert sich damit nicht die Gesamtstundenzahl, die dafür zur Verfügung steht."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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