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Milliardenkredit für Investitionen

Potsdam  

Milliardenkredit für Investitionen

05.12.2019, 11:21 Uhr | dpa

Gegen den Widerstand der Opposition hat die rot-schwarz-grüne Koalition in Brandenburg den geplanten Milliardenkredit für Investitionen auf den Weg gebracht. Die Mehrheit von SPD, CDU und Grünen stimmte am Donnerstag im Finanzausschuss dafür, das Gesetz für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur und Zukunftstechnologien dem Landtag in der kommenden Woche zur Entscheidung vorzulegen.

Die Oppositionsvertreter hatten zuvor vergeblich gefordert, dass in dem Gesetz genau benannt werden sollte, für welche Projekte das Geld ausgegeben werden darf. Freie Wähler und Linke forderten insbesondere, dass eine Verwendung dieser Mittel für den Hauptstadtflughafen ausgeschlossen werden müsse. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Flughafengesellschaft von 2021 an zusätzliches Geld benötigen könnte.

Dagegen erklärten die Vertreter der Koalition, die Verwendung des Kredits dürfe nicht von vorneherein eingeschränkt werden. Zudem sei weiteres Eigenkapital für die Flughafengesellschaft bei diesem "Zukunftsinvestitionsfonds" ohnehin ausgeschlossen, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Steeven Bretz. "Im Übrigen wird bei der Finanzierung eines jeden Projekts der Landtag beteiligt", meinte er.

Die Landesregierung muss die Ermächtigung für den Kredit bis zum Jahresende unter Dach und Fach bekommen, weil vom kommenden Jahr an die Schuldenbremse gilt, die neue Kredite nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. In einer Anhörung hatten Experten in der vergangenen Woche bemängelt, dass der Gesetzentwurf für den Milliardenkredit zu unkonkret sei und der Landtag nicht genügend eingebunden sei. "Das ist ein Schattenhaushalt zur ungehinderten Verwendung des Finanzministeriums", rügte der Linke-Abgeordnete Ronny Kretschmer am Donnerstag im Ausschuss.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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